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Strom für ostsächsische Bahnstrecken

Der Bund gibt grünes Licht für die Elektrifizierung, so zwischen Dresden und Görlitz. Für die Strecke nach Königsbrück ist eine andere Diesel-Alternative geplant.

Die Bahnstrecken von Dresden nach Görlitz und Zittau sowie die Strecke von Zittau nach Cottbus sollen elektrifiziert werden.
Die Bahnstrecken von Dresden nach Görlitz und Zittau sowie die Strecke von Zittau nach Cottbus sollen elektrifiziert werden. © dpa

Bautzen. Jetzt ist es amtlich: Mehrere Bahnstrecken in Ostsachsen werden elektrifiziert. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) stellte am Mittwoch in Berlin ein Programm zur vollständigen Umrüstung des deutschen Schienennetzes auf elektrische oder alternative Antriebe bis 2050 vor.

Auf 70 Prozent aller Bahnstrecken in Deutschland sollen bis 2050 Elektrozüge rollen, auf den anderen 30 Prozent Züge nicht mehr mit Diesel, sondern mit alternativen Antrieben wie Batterien, Brennstoffzellen oder synthetischen Kraftstoffen.

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Das Papier sieht unter anderem Bahnstrom für die Strecken Dresden-Görlitz, Dresden-Zittau und Zittau-Görlitz-Cottbus vor. Auch der Abzweig von Radeberg nach Kamenz sowie weiter in Richtung Brandenburg soll elektrifiziert werden. Einen möglichen Zeitplan für die Arbeiten nennt das Bundesverkehrsministerium nicht.

Lückenschluss im europäischen Bahnnetz

Finanziert wird das Projekt aus einem besonderen Förderprogramm für Kohleregionen. Deutschland steigt bis 2038 aus der Nutzung von Kohle aus, bis dahin sollen die Reviere mit Milliardenhilfe des Bundes für Investoren und Besucher attraktiver gestaltet werden.

Mit der Elektrifizierung der Strecke Dresden-Görlitz wird eine Lücke im europäischen Bahnstromnetz geschlossen. Auf deutscher Seite können Elektrozüge nur bis Dresden fahren, in Polen reicht das Stromnetz bis zum Grenzbahnhof Zgorzelec. Reisende etwa zwischen Dresden und der polnischen Metropole Wroclaw (Breslau) fahren auf deutschen Gleisen mit Diesel, im Nachbarland mit Strom.

Das Papier aus dem Bundesverkehrsministerium sieht weiter vor, mehrere Bahnstrecken für alternative Antriebe vorzubereiten. Dazu gehören die Strecken Dresden-Königsbrück, Heidenau-Altenberg sowie Pirna-Bad Schandau über Neustadt (Sachsen) und Sebnitz. Zwischen Dresden und Königsbrück wurde 2020 bereits ein Wasserstoff-Zug getestet.

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