merken
PLUS Wirtschaft

Sächsische Versicherung wächst schneller als andere

Die Sparkassen-Versicherung ist laut Vorstandschef Gerhard Müller für die Coronakrise "gut gerüstet". Sie hat Kunden gewonnen und mehr Geld angelegt.

Schiffförmige Hauptverwaltung in der Dresdner Flutrinne: Die Sparkassen-Versicherung Sachsen meldet ein höheres Wachstum als die Konkurrenz.
Schiffförmige Hauptverwaltung in der Dresdner Flutrinne: Die Sparkassen-Versicherung Sachsen meldet ein höheres Wachstum als die Konkurrenz. © Steffen Füssel

Dresden. Sie ist die einzige Versicherungsgesellschaft mit Sitz in Sachsen, und sie meldet ein stärkeres Wachstum als ihre Konkurrenten deutschlandweit: Die Sparkassen-Versicherung Sachsen hat nach eigenen Angaben voriges Jahr drei Prozent Zuwachs geschafft - sowohl bei der Zahl der Verträge als auch bei den gebuchten Beiträgen ihrer Kunden. Der Vorstandsvorsitzende Gerhard Müller berichtete am Mittwoch in Dresden, er erwarte ein "insgesamt sehr gutes Ergebnis" für das vergangene Geschäftsjahr 2020.

Für die hohen Anforderungen der Coronakrise sei die Versicherung "gut gerüstet", sagte Müller. Die eigenen Kapitalanlagen des Dresdner Unternehmens sind von 4,9 auf 5,3 Milliarden Euro gewachsen.

Anzeige
BIKEpoint Wiesner startet neu durch
BIKEpoint Wiesner startet neu durch

BIKEpoint Wiesner startet in Hoyerswerda neu durch und ist auch während des Lockdowns für seine Kunden erreichbar.

Mehr als 800 Beschäftigte

Erst vor wenigen Tagen hatte die Sparkassen-Versicherung bekannt gegeben, dass sie künftig auch im Ausland wachsen wird: Sie kaufte kurz vor dem Jahreswechsel die tschechische Versicherung Ergo pojistovna mit Sitz in Prag. Davon erhofft sie sich Kunden in Tschechien.

In Sachsen hat rein rechnerisch mehr als die Hälfte der Haushalte einen Vertrag bei der Sparkassen-Versicherung. Als öffentlicher Versicherer gewinnt sie Kunden mit Hilfe der Sparkassen. Das Unternehmen gehört den sächsischen Sparkassen - sowie den beiden süddeutschen Versicherungsgesellschaften Bayern-Versicherung in München und SV Sparkassen-Versicherung in Stuttgart.

Mehr als 800 Beschäftigte sind im Innen- und Außendienst für die Sparkassen-Versicherung Sachsen tätig. 50 arbeiten bei der tschechischen Ergo pojistovna. Die Zentrale im Dresdner Westen ist ein auffälliger Bau in der Flutrinne, deren Formen an Schiffselement erinnern. Derzeit arbeiten die Dresdner Beschäftigten allerdings laut Sprecherin Ute Andrä vorwiegend im Homeoffice statt in ihren Vierer-Büros.

Bei Lebensversicherungen zugelegt

Deutlich gewachsen ist voriges Jahr das Geschäft mit der Schaden- und Unfallversicherung. Das Dresdner Unternehmen meldet einen Zuwachs von sechs Prozent zum Vorjahr, während der Markt für diese Sparte in Deutschland insgesamt laut Prognose nur um zwei Prozent gewachsen sei. Die gebuchten Beiträge der sächsischen Schaden- und Unfallversicherung erreichten 160 Millionen Euro.

Weiterführende Artikel

Sparkasse verzichtet auf Tilgung

Sparkasse verzichtet auf Tilgung

Joachim Hoof, Vorstandschef der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, geht "verhalten optimistisch" ins neue Jahr.

Im Lebensversicherungsgeschäft schaffte das Unternehmen einen Zuwachs um drei Prozent auf 561 Millionen Euro, während bundesweit mit einem Rückgang von zwei Prozent in der Sparte gerechnet worden sei. Insgesamt wuchsen die gebuchten Beiträge der Sparkassen-Versicherung Sachsen um drei Prozent auf 721 Millionen Euro. Die Anzahl der Verträge des Unternehmens wuchs von 1,265 auf 1,304 Millionen.

Mehr zum Thema Wirtschaft