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Wirtschaft

Wirecard: Manager gibt sich unwissend

Der Ex-Finanzvorstand von Wirecard bestreitet in den Skandal um den mutmaßlichen Milliardenbetrug verwickelt zu sein. Er will von nichts gewusst haben.

Der inzwischen insolvente Dax-Konzern Wirecard soll über Jahre Scheingewinne ausgewiesen haben.
Der inzwischen insolvente Dax-Konzern Wirecard soll über Jahre Scheingewinne ausgewiesen haben. © Peter Kneffel/dpa

Berlin. Der frühere Finanzvorstand des Skandalunternehmens Wirecard hat jegliche Beteiligung an dem mutmaßlichen Milliardenbetrug bestritten. Im Untersuchungsausschuss des Bundestags sagte er am Donnerstag, die umstrittenen Treuhandkonten hätten nicht in seinem Aufgabenbereich gelegen. Vielmehr sei der inzwischen untergetauchte Wirecard-Manager Jan Marsalek zuständig gewesen. „Zu keiner Zeit sind mir die derzeit in Rede stehenden kriminellen Machenschaften anderer Personen in der Wirecard AG mitgeteilt, angedeutet oder sonst bekannt geworden“, betonte der Finanzvorstand. „Ich hatte davon keine Kenntnis.“

Von dem Verdacht, das Geld auf den Treuhandkonten könnte womöglich gar nicht existieren, sei er völlig überrascht worden. Marsalek habe ihm die Werte auf diesen Konten stets bestätigt. Der Manager betonte zudem, er habe von dem mutmaßlichen Betrug nicht profitiert, habe von Wirecard zu keiner Zeit außervertragliche Zuwendungen oder Darlehen erhalten. Vielmehr seien seine persönlichen Lebens- und Berufsperspektiven „erschüttert und nachhaltig zerstört worden“.

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