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Wirtschaft

Spionagevorwürfe gegen Wirecardmanager

Ex-Wirecard-Manager Jan Marsalek war anscheinend V-Mann des Geheimdiensts in Österreich. Wien schweigt bisher in dem Fall.

Der frühere Manager des mittlerweile insolventen Bezahldienstleisters Wirecard, Marsalek, ist seit Juni untergetaucht.
Der frühere Manager des mittlerweile insolventen Bezahldienstleisters Wirecard, Marsalek, ist seit Juni untergetaucht. © Peter Kneffel/dpa (Archiv)

München. Der frühere Wirecard-Manager Jan Marsalek war möglicherweise V-Mann des österreichischen Nachrichtendienstes. Dem Generalbundesanwalt „liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass der österreichische Staatsangehörige Jan Marsalek von einem Mitarbeiter des österreichischen Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) als Vertrauensperson geführt wurde“, heißt es in der Antwort des Bundesjustizministeriums in Berlin auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten Fabio De Masi (Linke), über die die „Süddeutschen Zeitung“ berichtet. 

In der Antwort, die auch der dpa vorliegt, ergänzt das Ministerium aber: „Bislang haben sich keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte dafür ergeben, dass die im Raum stehenden Kontakte Jan Marsaleks zum BVT den Tatbestand einer gegen die Bundesrepublik Deutschland gerichteten geheimdienstlichen Agententätigkeit oder eines sonstigen in die Verfolgungszuständigkeit des Generalbundesanwalts fallenden Straftatbestands erfüllen könnten.“ 

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Laut „Süddeutscher Zeitung“ wollte das österreichische Innenministerium, dem das BVT untersteht, keine Stellung nehmen. Einen V-Mann in einem Dax-Unternehmen zu platzieren, wäre ein Affront und könnte die deutsch-österreichischen Beziehungen belasten. Der Linken-Abgeordnete De Masi forderte in der „Süddeutschen Zeitung“: „Die Kanzlerin sollte schleunigst zum Telefon greifen und Sebastian Kurz fragen, was die Österreicher hier so treiben.“

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