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Sachsen

Wirtschaft in Sachsen - Das Wochen-Briefing

+++ Streit um 3G am Arbeitsplatz +++ Fragezeichen bei Kunsthandwerkern +++ Viel Kaufkraft aus dem Ausland+++

Mangel bei den Männlmachern? Die Lieferengpässe kommen auch bei den sächsischen Kunsthandwerkern an.
Mangel bei den Männlmachern? Die Lieferengpässe kommen auch bei den sächsischen Kunsthandwerkern an. © dpa-Zentralbild

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Mit minutenlangen Standing Ovation und „Oh wie ist das schön“-Gesang wurde Thomas Gottschalk auf der „Wetten dass…?“-Bühne empfangen. 14 Millionen Menschen, Jung und Alt, schauten am Samstagabend die Jubiläumssendung. Das zeigt die große Sehnsucht nach Normalität. „Während die Zukunft oft ängstigt, strömt das Vergangene meist wohlige Gefühle aus“, schreibt Gabor Steingart dazu in seiner Morgenkolumne. Stimmt. Wir nennen das in der Redaktion seit Samstag den „Wetten dass…?“-Moment, den wir unserer Leserschaft gern häufiger bereiten würden. Doch das ist gar nicht so einfach. Selbst die Männlmacher im Erzgebirge leiden unter Materialmangel und Lieferengpässen.

Ganz andere Sorgen treibt die Energiewirtschaft in Sachsen um. Die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien wird zum Standortfaktor, wenn es um Industrieansiedlungen geht. Doch in Sachsen heißt die Devise Rückbau statt Ausbau. Ein Windrad ging in diesem Jahr in Betrieb, zwölf alte wurden abgeschaltet. In einem Brandbrief an Ministerpräsident Kretschmer hat die Branche ihrem Ärger Luft gemacht und in einem Pressegespräch berichtet, mit welchen Tricks die Kommunen die Installation von Windrädern verhindern. Mein Kollege Georg Moeritz hat es sich angehört.

Zum Schluss noch eine bemerkenswerte Nachricht. Der Aufsichtsrat der Mitteldeutschen Flughafen AG bekommt eine Frau an die Spitze: VW-Vorstandsmitglied Hiltrud Werner. Sie will nach eigenen Worten „neue und frische Ideen“ zum Wandel der ostdeutschen Wirtschaft und Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit beitragen. In Sachsen gibt es dazu schon durchaus viele gute Ideen. Hiltrud Werner kann vielleicht helfen, dass diese auch überregional mehr Gehör und Sichtbarkeit finden. Schon das wäre eine große Unterstützung.

Kommen Sie gut durch den Tag, vielleicht sogar mit einem „Wetten dass…?“-Moment - und bleiben Sie gesund.

Herzlichst.

Ihre Ihre Nora Miethke, Leiterin Wirtschaftsredaktion

Das Wichtigste aus Sachsens Wirtschaft

+++ Streit um 3G am Arbeitsplatz +++

„3G am Arbeitsplatz“ halten die Wirtschaftskammern nicht für umsetzbar. Der Sächsische Handwerkstag fordert die Übernahme der Kosten durch den Staat. „Für völlig unakzeptabel halten wir, die Kosten und Kontrollen von staatlich verordneten tagesaktuellen Pflichttests zuallererst den Arbeitgebern aufzudrücken“, erklärte der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Jörg Dittrich, in Dresden. Dies gelte erst recht, weil Arbeitgeber bislang nicht einmal erfahren dürften, welche Beschäftigten geimpft seien und welche nicht. Anders sieht das Markus Schlimbach vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Er befürwortet eine 3G-Regelung am Arbeitsplatz, sieht allerdings einen Abfrageanspruch kritisch: „Eine Auskunftspflicht zum Impf- oder Genesenenstatus sehen wir nach wie vor kritisch. Gesundheitsdaten sind sensible Daten und die Beschäftigten müssen die Auskunft verweigern können, ohne dass ihnen Nachteile entstehen.“

+++ Tschechen kaufen weiter in Sachsen ein +++

Während die grenznahen Bewohner in Sachsen sich davor fürchten, dass aufgrund der aktuellen Coronazahlen der kleine Grenzverkehr eingestellt wird, scheint die Zahl der Tschechen, die für Einkaufstrips nach Deutschland kommen, sich sogar noch zu steigern. Immer mehr Bewohner aus dem Nachbarland kommen in den Freistaat und fahren mit prall gefüllten Einkaufstaschen wieder zurück über die Grenze. Sächsische.de-Reporterin Angelina Sortino hat sich einmal umgehört, was die vielen Tschechen in die sächsischen Märkte und Einkaufszentren treibt.

+++ Werden Nussknacker und Pyramiden knapp? +++

Es ist wieder ein Weihnachtsgeschäft mit vielen Fragezeichen. Für die sächsischen Kunsthandwerker sind erneut ungewisse Zeiten angebrochen. Die Corona-Pandemie hat dafür gesorgt , dass einzelne beliebte Produkte der Kunsthandwerker aus dem Erzgebirge schon ab diesem Oktober ausverkauft und nicht mehr lieferbar waren, sagt Unternehmer Frederic Günther, Geschäftsführer des Verbands Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller. Der Online-Umsatz habe sich seit Corona verdoppelt - vorher lag er bei unter zehn Prozent. Zukünftig könnte der Materialmangel im erzgebirgischen Kunsthandwerk ein Problem werden, sagt auch Verbandschef Günther.

Auch die Verkaufsoptionen auf den Weihnachtsmärkten in Sachsen scheinen stark eingeschränkt zu sein. Durch die rasante Entwicklung der Infektionszahlen im Freistaat drohen viele Weihnachtsmärkte wie schon letztes Jahr auszufallen. Die Bürgermeister von Annaberg, Freiberg, Freital, Grimma, Marienberg, Meißen, Olbernau, Pirna, Riesa, Schneeberg, Schwarzenberg und Torgau fordern verlässliche Regeln für Weihnachtsmärkte.

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