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Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sinkt

Die deutsche Wirtschaft ist auf Talfahrt, aber nach der Sommerpause sinkt die Arbeitslosigkeit. Die Bundesagentur bleibt optimistisch.

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Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September gesunken.
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September gesunken. © Jan Woitas/ZB/dpa (Symbolfoto)

Nürnberg. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im September gegenüber dem Vormonat um 62.000 auf 2,486 Millionen gesunken. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag in Nürnberg weiter mitteilte, verbesserte sich die Arbeitslosenquote damit um 0,2 Prozentpunkte auf 5,4 Prozent. Im Vergleich zum September des Vorjahres stieg die Zahl der Arbeitslosen um 21.000.

Die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Andrea Nahles, sagte in Nürnberg: "Der Arbeitsmarkt ist trotz steigender Preise und der Sorge vor Energieknappheit insgesamt weiter stabil. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind zu Beginn der Herbstbelebung gesunken. Die Arbeitskräftenachfrage gibt aber auf sehr hohem Niveau leicht nach."

Saisonbereinigt hat die Zahl der Arbeitslosen zum Erhebungsstichtag am 12. September um 14.000 zugenommen. "Die Anstiege hängen auch mit der Erfassung der arbeitslosen ukrainischen Geflüchteten zusammen. Ohne Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit wäre die Entwicklung deutlich besser ausgefallen", teilte die BA mit.

Experten hatten trotz der wirtschaftlichen Talfahrt eine stabile Entwicklung erwartet und verweisen auf den hohen Arbeitskräftebedarf in Deutschland. Die führenden deutschen Forschungsinstitute rechnen damit, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter trotz erwarteter Rezession eher zu halten versuchen.

Allerdings erkundigten sich laut BA zuletzt wieder mehr Unternehmen nach den Rahmenbedingungen für Kurzarbeit. Außerdem werden weniger offene Stellen gemeldet: Die bislang hohe Nachfrage nach Arbeitskräften ging im September deutlich zurück. Das Arbeitsmarktbarometer des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sank im September auf den niedrigsten Stand seit 2020. (dpa)