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Dresden verliert an Attraktivität

Im wirtschaftlichen Städtetest rangiert die Landeshauptstadt weit hinter der Spitze. Nur beim Akademikeranteil steht die Stadt gut da.

© dpa

Von Wolfgang Mulke

Dresden/Berlin. Im Vergleich mit den anderen deutschen Städten hat Dresden an Attraktivität verloren. Das geht aus dem wirtschaftlichen Städteranking der „Wirtschaftswoche“ und des Internetportals Immobilienscout24 hervor, das am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Bei den Indikatoren Arbeit, Wirtschaft, Immobilien und Lebensqualität rutscht die Landeshauptstadt um drei Ränge auf Platz 31 ab. In der Bewertung der Dynamik büßt die Stadt sogar sieben Plätze ein und findet sich nun auf Rang 28 wieder.

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Die Spitzenreiter kommen erneut aus dem Süden Deutschlands. München verteidigt in allen Kategorien seine führende Rolle, gefolgt von weiteren Industriestandorten in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg. Aus den neuen Ländern landet Leipzig in puncto Dynamik als beste Stadt auf Platz zwölf. Beim wirtschaftlichen Niveau ist Jena der beste Ort im Osten.

Untersucht wurden auch Indikatoren für die Zukunftschancen in den Kommunen. Hier erreicht Dresden beim Anteil der Akademiker an den Beschäftigten mit 26 Prozent einen guten siebten Rang. Jena schafft es mit über 30 Prozent sogar auf Platz zwei. Doch bei einer anderen wichtigen Kennziffer finden sich beide Städte nur auf Platz 60 und 61 wieder. Mit ihrer Wirtschaftsleistung von knapp 56 000 Euro pro Kopf können sie mit den reichen Autostädten nicht mithalten. Hier führen Ingolstadt und Wolfsburg mit den Standorten von Audi und Volkswagen die Liste an.