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Wissenschaftsministerium fördert Forschung zu Tabu-Thema

Das Dresdner Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung erforscht die Verfolgung Homosexueller in Sachsen zwischen 1933 und 1968.

Dresden. Das Dresdner Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung erforscht die Verfolgung Homosexueller in Sachsen zwischen 1933 und 1968. Das bis Ende 2020 laufende Projekt wird mit rund 169 000 Euro aus dem Landeshaushalt gefördert, wie das Wissenschaftsministerium in Dresden am Ostermontag mitteilte. Die Aufarbeitung gesellschaftlicher und staatlicher Ausgrenzung und des gelebten Alltags dieser Menschen sei umso wichtiger, als diese für das Gebiet der ehemaligen DDR fast vollständig fehlten, sagte Wissenschaftsministerium Eva-Maria Stange (SPD).

Die Wissenschaftler untersuchen dabei auch die Einzelschicksale von Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung ausgegrenzt, verfolgt und in vielen Fällen ermordet wurden. „Gerade vom vergleichenden Blick auf die beiden deutschen Diktaturen erwarten wir uns neue Einsichten“, sagte Institutsdirektor Thomas Lindenberger. Für Sachsen sei es erste Studie der nur lückenhaft aufgearbeiteten NS-Verfolgungspolitik und auch im Bereich der Nachkriegszeit werde das Projekt Pionierarbeit leisten.

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Im Mittelpunkt der Untersuchung steht laut Lindenberger die strafrechtliche Verfolgung Homosexueller und deren regionale Umsetzung. Dabei gehe um die Unterschiede zwischen Stadt und Land, die Rolle von Polizei, Justiz und Bevölkerung sowie auch der Betroffenen selbst. (dpa)