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WM-Bronze für Heidenau

Bei der Klub-WM in Österreich feiert das Ü-45-Faustballteam des SSV seinen bisher größten Erfolg.

© privat

Von Stephan Klingbeil

Heidenau. Mit einer herausragenden kämpferischen Leistung hat das Ü-45-Team des SSV Heidenau bei der Klub-Weltmeisterschaft im Feldfaustball im österreichischen Vöcklabruck den größten Erfolg in seiner Vereinsgeschichte perfekt gemacht. Die Routiniers aus Sachsen, die in der Halle bisher noch nie ein Pflichtspiel verloren hatten und in der kürzlich beendeten Oberliga-Saison unter freiem Himmel den vierten Platz errungen hatten, holten nun beim Wettstreit der weltbesten Seniorenmannschaften Bronze.

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Im kleinen Finale gegen ASKÖ Laakirchen aus Österreich machten die Heidenauer einen 1:2-Satzrückstand wett und gewannen 3:2. „Wir haben uns riesig gefreut, das ist ein großer Erfolg und wir haben uns als SSV Heidenau einen guten Namen gemacht“, sagt Spielertrainer Torsten Martin.

Zwar war das Teilnehmerfeld mit elf Teams aus Österreich und Deutschland nicht so groß wie erwartet, jedoch spielten die meisten WM-Starter auf sehr hohem Niveau. „Wir sind gegen mehrere ehemalige Nationalspieler angetreten“, so der SSV-Coach. „Einigen davon haben wir bei der WM 1990 hier, die Deutschland gegen Österreich gewann, noch selbst zugejubelt. Das war schon etwas ganz Besonderes.“

Spiel um Platz drei noch gedreht

Im Fußballstadion und weiteren Rasenplätzen in Vöcklabruck fanden nun zeitgleich Feldfaustball-Weltmeisterschaften in verschiedenen Altersklassen statt. Mehrere Nationen hatten sich beteiligt. Der SSV war mit seinem Ü-45-Team einziger sächsischer Vertreter. Die Heidenauer zeigten von Beginn an überzeugende Leistungen.

Mit drei 2:0-Siegen nach Sätzen gegen Klarenthal-Krughütte, Salzburg, die Gastgeber und einem Remis gegen S’Innviertel sichert sich der SSV Platz eins in der Vorrunden-Gruppe B. Nach dem 2:0-Sieg im Viertelfinale gegen Traun/St. Martin aus Österreich mussten sich die Elbestädter aber dem starken MTV Rosenheim nach zwei Sätzen (8:11, 8:11) geschlagen geben. Die Bayern wurden später Vizeweltmeister hinter Turniersieger Neusiedl aus Austria.

„Die Rosenheimer waren besser, vor allem in der Abwehr“, erklärt Martin. „Dort spielten Leute mit knapp 50, die vor Kurzem noch in der Ersten Bundesliga aufgelaufen sind.“ Im Spiel um Platz drei gegen Laakirchen gaben die Heidenauer dann noch einmal alles. Im Duell, das in drei Gewinnsätzen ausgetragen wurde, lagen die Sachsen 1:2 zurück, stellten dann taktisch um. Das fruchtete. Martin ging in die Abwehr, auch Andreas Beer agierte weiter hinten als zuvor. Kapitän Uwe Jähnichen präsentierte sich zudem im Angriff überragend. „Und mit seinen Angaben hat er alle in Schach gehalten“, sagt Martin. So siegte der SSV noch 3:2 und wurde WM-Dritter.