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Wo das Hohnsteiner Burgpils gebraut werden könnte

Die Einwohner entwickeln Ideen, wie sie Touristen anlocken wollen. Damit ist ein erster Schritt getan.

© Dirk Zschiedrich

Von Anja Weber

Die Drittelstunde – der SZ-Podcast

Aktuelle Themen sowie Tipps und Tricks für den Alltag: Fabian Deicke stellt Experten verschiedener Gebiete die Fragen der SZ-Community.

Hohnstein. Am Hohnsteiner Marktplatz etablieren sich kleine Geschäfte, Gaststätten, Cafés. Doch wenn alle Inhaber vom Umsatz leben wollen, braucht es viele Besucher. Und daran wird gearbeitet. Großes Thema ist: Wie kommen mehr Tagesausflügler und Übernachtungsgäste in die Stadt. Für Hohnstein ist ein touristisches Konzept in Arbeit. Es soll Ideen und Möglichkeiten aufzeigen, wie sich Hohnstein entwickeln und Touristen anlocken kann. Davon würden dann wiederum die Einwohner profitieren. Der Hohnsteiner Ortschaftsrat hatte eine Ideenrunde angeschoben. Die ersten Vorschläge gibt es bereits.

Die Burg soll für Tagesbesucher attraktiver werden


Als wesentliches Element soll die Klettergartendebatte an der Burg wieder aufgenommen werden. Das Vorhaben wurde von mehreren Instanzen abgelehnt. Nun haben die Einwohner der Stadt den Auftrag erteilt, einen möglichen gesetzlichen Rahmen zu finden und das Ganze wieder anzuschieben. Auch die Idee, eine Hängebrücke vom Hockstein in Richtung Burg zu errichten, bleibt auf dem Plan. Hier soll zum einen überlegt werden, ob und wie dies aus naturschutzrechtlicher Sicht umgesetzt werden kann. Zum anderen sollen Investoren dafür gesucht werden.

Alte Rennstrecke wieder neu beleben


Statt die einst als Rennstrecke erbauten Serpentinen zu verdammen, plädieren einige Hohnsteiner dafür, sie wieder als solche zu nutzen, um zum Beispiel Bergrennen als Gleichmäßigkeitslauf zu veranstalten. Partner könnte in diesem Fall der ADAC sein. „Die Leute warten nur darauf dass sie sich wieder mal in Hohnstein zu solch einem Event einfinden dürfen. Wir hätten ruckzuck an die 300 Teilnehmer“, sagt Heiko Döring, der selbst an solchen Veranstaltungen teilnimmt.

Von Brauerei bis Kletterwald an der Napoleonschanze


Diejenigen, die über dem touristischen Ideenpapier brüten, denken noch in ganz anderen Dimensionen. Letztes leerstehendes Haus am Markt ist das ehemalige Ferienheim Am Hohen Stein. Findet sich ein Investor, könnte hier eine Brauerei entstehen. Damit würde Hohnstein auf eine alte Tradition zurückgreifen. Im Jahr 1724 gab es zum Beispiel 21 brauberechtigte Häuser in der Stadt. Und Hohnsteins Wälder könnten künftig nicht nur erwandert werden. Auf den privaten Flächen an der Napoleonschanze wäre ein Kletterwald ideal. Das finden zumindest die Hohnsteiner, die die Ideen abklopfen. Die gibt es auch in puncto Familienfreundlichkeit, zum Beispiel durch ein elektronisches Innenstadtspiel, welches die Kinder durch die Stadt führen könnte, ergänzend zum Kasperpfad.