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Wo die Berglieder zu Hause sind

Der Sächsische Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“ feiert 90. Geburtstag. Karten für die Jubiläumskonzerte gibt es schon.

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Von Peter Salzmann

Bad Schandau/Dresden. Mit zwei Festkonzerten im neuen Saal des Kulturpalastes Dresden begeht der Sächsische Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“ im November 2017 sein 90-jähriges Jubiläum. Damit kehrt der von Chefdirigent Axel Langmann aus Rathen und Kapellmeister Christian Garbosnik geleitete Klangkörper in seine alte Heimstatt zurück, denn seit 1969 gehören die traditionellen Jahreskonzerte im attraktiven Haus im Herzen Dresdens zu den Höhepunkten seines Schaffens. Von 1969 bis 2012 konnten die singenden Bergsteiger und Wanderer bei ihren Traditionsauftritten über 200 000 Besucher im stets ausverkauften Festsaal begrüßen – eine Bilanz, die ihresgleichen sucht.

Bestandteil des Jubiläums, zu dem unter anderem Abordnungen aus Bulgarien, der Schweizer Kantonshaupstadt Zürich, aus Crailsheim (Baden-Württemberg), dem thüringischen Schmalkalden und heimische Vokalgemeinschaften erwartet werden, sind auch Auftritte im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. So in Pirna und Kleinhennersdorf. Eine kleine Gruppe des Bergsteigerchores wird auch eine Feier auf dem Dresdner Trinitatis-Friedhof musikalisch umrahmen, wenn die sanierte Grabstätte des Bergsportpioniers Oscar Schuster ihrer Bestimmung übergeben wird. Der gebürtige Markneukirchener gehörte mit seinen 33 Erstbegehungen zu den bedeutendsten Erschließern im Elbsandsteingebirge.

Ein „Fest der Stimmen“ ist für den 6. August auf der Felsenbühne Rathen geplant. Hierfür stehen der Bergsteigerchor Sebnitz, die Bergfinken Dresden, der Männerchor Sächsische Schweiz und der Sächsische Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“ gemeinsam auf der Bühne. Anlässlich des Pirnaer Stadtfestes enthüllt die Stadt am Haus Schuhgasse 2 eine Gedenktafel, die an Karl Heinz Hanicke, einen Sohn der Stadt, erinnert. An der Seite von Chordirektor Werner Matschke dirigierte Hanicke von 1978 bis 2003 den Bergsteigerchor. Große Verdienste erwarb er sich als Erster Kapellmeister der Staatsoperette Dresden, in der er bei 6 000 Aufführungen am Pult stand. Allein 446-mal in Folge dirigierte der Vollblutmusiker das Weltmusical „My Fair Lady“. Diese einmalige Leistung im deutschsprachigen Raum brachte ihm den Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Legendär sind auch seine Auftritte mit 500 Laiensängern und dem Pirnaer „Euphonia“-Orchester in den Tannensälen.

Zu den Bergsteigerchor-Vorhaben im 90. Jahr seines Bestehens zählen auch Konzertbeiträge in der neuen Staatsoperette Dresden und Auftritte zum Bergsingen und zur Sonnenwende.

Jubiläumskonzerte am 19. November 2017, 11 und 17.30 Uhr, im Kulturpalast Dresden: 90 Jahre Sächsischer Bergsteigerchor „Kurt Schlosser“.

Karten schon jetzt in allen SZ-Treffpunkten und an der Konzertkasse Dresden, Schillerplatz.