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Döbeln

Wo Geschichte lebendig wird

Zur Saisoneröffnung haben die Heimatfreunde nach Littdorf eingeladen. Gezeigt wird, wie die Menschen damals lebten.

Im Dorfmuseum Littdorf sind die Türen nach der Winterpause wieder geöffnet. Andreas Klößer (links) an einer Kniehebelstrohpresse und Sandro Jakob an einem Rübenschneider präsentieren altes Handwerk. © Dietmar Thomas

Von Helene Krause

Littdorf. Historische Bügeleisen, alte Landmaschinen und Haushaltsgeräte sowie diverse andere Gegenstände aus vergangenen Zeiten zeigt der Heimatverein Niederstriegis in der alten Schmiede in Littdorf. Am Sonnabend war Saisoneröffnung.

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Ursula Buckenauer aus Döbeln wohnte 50 Jahre in Littdorf und war von 1982 bis zur Eingemeindung 1994 Bürgermeisterin des Ortes. „Das Museum in der Schmiede war mir immer ein Grundanliegen“, sagte sie. Sie kannte noch den früheren Dorfschmied und Eigentümer des Grundstücks Karl Seltner. „Er war allein und kam gern ins Gemeindehaus“, schilderte sie.

In der Schmiede berichten verschiedene, von Transmissionsriemen angetriebene Hämmer von der harten Arbeit eines Dorfschmiedes. Außerdem beherbergt die Schmiede eine Fahrradausstellung und verschiedene Werkzeuge vom Schuhmacher bis zum Tischler. Im Wohnhaus können Besucher sehen, wie die Menschen damals gelebt haben und eingerichtet waren. Es wird ein Einblick in das damalige Schulleben und in den Ort gegeben. Auch Besonderheiten hat der Verein zu bieten, wie beispielsweise eine 300 Jahre alte Laterna magica und ein Grammophon. Historische Ackergeräte, Dreschmaschinen und andere landwirtschaftliche Maschinen aus früherer Zeit stehen in der Scheune und auf der Freifläche. 

Um mehr Platz für die Ausstellung von landwirtschaftlichen Bodenbearbeitungsgeräten zu erhalten, haben die Mitglieder vom Heimatverein einen Zaun entfernt. Auf der Freifläche wollen sie in diesem Jahr zwei Zeilen Kartoffeln legen. Die sollen Kinder im Herbst roden. „Damit wollen wir ihnen zeigen, wie schwer damals die Arbeit war und dass sie Lebensmittel achten müssen“, sagte der Vorsitzende des Heimatvereins Andreas Klößer.

Eine Sonderausstellung, die noch bis zum Herbst zu sehen ist, zeigt einen Bügelraum mit alten Bügeleisen und Wäschestücken. Verantwortlich für die Sonderausstellung ist Peter Eberhard vom Heimatverein, der gemeinsam mit seiner Frau schon die nächste Schau vorbereiten. Ab Herbst soll es um alte Arznei- und Apothekergeräte gehen. Von März bis November treffen sich die Mitglieder des Heimatvereins jeden Mittwoch von 14 bis 17 Uhr in der alten Schmiede in Littdorf. Geöffnet ist die Museumsschmiede von April bis Oktober (außer September) jeden zweiten Sonnabend im Monat von 14 bis 17 Uhr. Interessierte können Sonderführungen vereinbaren.