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Wo Göda in diesem Jahr investiert

Vier Orte bekommen neue Buswartehäuschen, die Turnhalle in Göda eine moderne Heizung. Und es tut sich noch mehr.

© Uwe Soeder

Von Katja Schäfer

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Göda. Wofür gibt die Gemeinde Göda dieses Jahr Geld aus? Neben den Summen, die notwendig sind, um die westlich von Bautzen gelegene Gemeinde mit ihren 31 Ortsteilen zu verwalten, stehen auch 2018 wieder einige Investitionsvorhaben auf dem Programm. Am deutlichsten ins Auge fallen werden Arbeiten, die an verschiedenen Straßen geplant sind. Aber es soll sich auch einiges tun, was nicht gleich für jedermann sichtbar ist.

In Nedaschütz wird ein Abwasserkanal verlegt
Als wichtigstes Bauvorhaben in diesem Jahr bezeichnet der Gödaer Bürgermeister Gerald Meyer (parteilos) den in Nedaschütz geplanten Kanal- und Straßenbau. „In diesem Ort gibt es viel Nachholbedarf“, kommentiert er. In der Hauptverkehrsstraße, die unter anderem zur Fischzucht führt, soll ein neuer Mischwasserkanal verlegt werden. Er nimmt sowohl Oberflächenwasser von der Straße als auch das gereinigte Abwasser von den Grundstücken auf. Denn in Nedaschütz gibt es keine zentrale Entsorgung. „Für den Kanalbau sind die Fördermittel schon gesichert“, berichtet der Bürgermeister. Sie kommen aus dem Programm „Brücken in die Zukunft“.

Da die Straße durch Nedaschütz ohnehin aufgerissen wird, soll sie – nachdem die Abwasserrohre in die Erde gelegt sind – im Zusammenhang damit gleich erneuert werden. Mit den Arbeiten will die Gemeinde Göda möglichst im Mai beginnen.

An mehreren Straßen werden Schäden beseitigt
Auch an anderen Stellen im Gemeindegebiet sind Straßenbauarbeiten geplant. Mit Hilfe von Fördermitteln will Göda in mehreren Abschnitten Schäden an der Fahrbahnoberfläche beseitigen. „Zuerst werden die vorhandenen Schlaglöcher verfüllt. Dann wird Bitumenkleber aufgesprüht und anschließend Splitt aufgebracht“, erklärt der Bürgermeister.

Vorgesehen ist dafür eine Strecke von insgesamt drei bis vier Kilometern, und zwar vorwiegend im nördlichen Gemeindegebiet, zum Beispiel in der Coblenzer, Pietzschwitzer und Prischwitzer Gegend.

Dahren bekommt eine Bushaltestelle

Investieren will Göda dieses Jahr außerdem in vier neue Buswartehäuschen. Den notwendigen Beschluss dazu hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag dieser Woche gefasst. Voraussetzung für die Realisierung des Vorhabens ist, dass die Gemeinde die beantragten Fördermittel in Höhe von 75 Prozent bewilligt bekommt. In Neu-Bloaschütz, Zscharnitz und Zischkowitz soll an den vorhandenen Haltestellen jeweils ein Wartehäuschen aufgestellt werden. Eine ganz neue Haltestelle wird in Dahren angelegt. Dort gibt es bisher keine Busverbindung. Aber weil im Ort jetzt mehr Schüler wohnen, soll demnächst eine Linie eingerichtet werden, stellt Bürgermeister Gerald Meyer in Aussicht. Die neue Haltestelle wird so gestaltet, dass sie allen aktuellsten Richtlinien – unter anderem in Bezug auf die Barrierefreiheit – entspricht.

Die Heizung in der Gödaer Sporthalle wird modernisiert

Bereits begonnen haben Arbeiten in der Turnhalle an der Gödaer Schulstraße, in der Sportunterricht und Vereinssport sowie ab und zu auch Veranstaltungen stattfinden. Dort wird die vorhandene Ölheizung modernisiert. Dabei sind unter anderem der Brenner, einige Pumpen und auch der Behälter, in dem das heiße Wasser gespeichert wird, auszutauschen. „Einen Teil dieser Baumaßnahme erledigen wir jetzt in den Winterferien, den anderen Teil dann in den Sommerferien“, nennt Gerald Meyer den vorgesehenen Zeitplan.

Grundschul-Neubau wird vorbereitet
Geld fließt 2018 außerdem in ein Projekt, von dem vorerst noch nichts zu sehen sein wird; höchstens auf dem Papier. „Wir wollen die Planungen für den Neubau unserer Grundschule voranbringen“, sagt der Bürgermeister. Ein Ingenieurbüro wird sowohl Untersuchungen zum möglichen Standort anstellen als auch Vorschläge dazu erarbeiten, wie die neue Schule aussehen könnte. Bezüglich der Platzwahl lässt die Gemeinde zwei Varianten prüfen – den bisherigen Standort und ein Grundstück auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Das derzeit von der Grundschule genutzte Gebäude ist ein Plattenbau aus DDR-Zeiten. „Früher waren da mal 20 Klassen drin; jetzt sind es noch acht“, nennt Gerald Meyer einen Grund dafür, warum die Gemeinde Göda über Veränderungen nachdenkt. „Meine Vorstellungen gehen dahin, für die alte Schule eine andere Nutzung zu finden, zum Beispiel für betreutes Wohnen, und auf der anderen Seite der Straße eine moderne Schule zu bauen“, sagt der Bürgermeister. Seiner Einschätzung nach, nehmen die Untersuchungen und Planungen dieses und das nächste Jahr in Anspruch. Die Bauarbeiten könnten dann – wenn alles wie gewünscht läuft – 2020 und 2021 erfolgen. Von der ursprünglich einmal geplanten Sanierung des Plattenbaus hat die Gemeinde nach umfangreichen Überlegungen Abstand genommen.