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Wo Kabarettisten die Welt erklären

Das Stadttheater Kamenz hält auch in diesem Jahr einige Highlights in Sachen Kleinkunst bereit. Ein Überblick gefällig?

© PR

Von Bernd Goldammer

Kamenz. Kabarettisten erklären die Welt. Deshalb ist dieses Unterhaltungsgenre im Kamenzer Stadttheater so beliebt. Theater, Kabarett und Kleinkunst sorgen regelmäßig für ein gut gefülltes Haus. Dazu kommen Konzerte und Dia-Tonvorträge.

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Am innerstädtischen Standort an der Ecke Pulsnitzer Straße/Theaterstraße wird schon lange Kunst und Kultur gemacht. Schon 1824 soll hier zum Beispiel Theater gespielt worden sein. So ist es alten Zeitungen zu entnehmen. Besonders mit diesem Haus sieht sich die Lessingstadt im geschichtlich-kulturellen Selbstverständnis. Als Geburtsort des großen deutschen Aufklärers Gotthold Ephraim Lessing investiert die Stadt alljährlich enorme Mittel in den Kulturbereich. Das war längst nicht immer so. Zu DDR-Zeiten hatte das Haus sogar noch museale Dampfheizung aus der Gründerzeit. 228 Theaterstühle quietschten auf fast allen Ebenen. Aber die Akustik war damals erstklassig. Grund: Über dem Saal hatten die alten Baumeister eine wunderbare Klangkuppel errichtet. Oftmals wurden Konzerte ohne Tonanlagen durchgeführt.

Eine Menge Investitionen

Doch die Hörgewohnheiten des Publikums haben sich verändert. Nach einer großen Investition von über zehn Millionen verfügt das Haus nach wie vor über einen Theatersaal mit 228 Plätzen. Es wurde in Ton und Lichttechnik investiert. Nach wie vor ist das Haus in Parkett und Rang unterteilt. Und wie zu alten Zeiten können die Gäste ihren Sitzplatz auf verschiedenen Höhenebenen auswählen. Falls noch genügend Eintrittskarten vorhanden sind. Frühes Organisieren sichert die besten Plätze. Und die Sichtverhältnisse zur Bühne sind von jedem Platz ziemlich günstig.

Im Herbst stehen wieder zahlreiche Veranstaltungen ins Haus. Dabei stehen – wie gesagt – vor allem die Kabarettisten im Mittelpunkt. Es beginnt am 14. September mit Angelika Beier, die „Zwischen Sex und 60“ philosophiert. Am 6. Oktober ist dann Peter Kube zu Gast – vom genialen Zwingertrio. „Das Faultier im Dauerstress“ lautet sein Programmtitel. Und bereits am 27. Oktober folgt der nächste Höhepunkt. Polizist Holm, ein alter Bekannter im Stadttheater, ist diesmal völlig „Neben der Spur“. Und schließlich kann man auch am 1. Dezember sein blaues Kabarettwunder erleben. Der geniale Hans Werner Olm führt sein neuestes Programm „Mach fertig!“ auf. Man darf gespannt sein, ob er wieder in verschiedene Rollen schlüpft. Denn eigentlich sollte die unverwechselbare Luise Koschinsky in Kamenz nicht fehlen ...

Näheres unter www.stadttheater-kamenz.de