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Wo versteckt sich das Körperfett?

Oft zeigen Waagen nur Gewicht an. Es gibt aber auch welche, die den Körper  exakt analysieren. Im Rödertalpark kann man sie testen.

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Von Manuela Paul

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Großröhrsdorf. Eine Waage spielt bei den Sport- und Gesundheitstagen Anfang März im Großröhrsdorfer Rödertalpark eine ganz besondere Rolle. So gehört der Gang auf die Waage für viele Leute zum Alltag. Doch die Zahl, die auf ihr angezeigt wird, sagt relativ wenig aus. Zumindest nicht, wenn man etwas mehr als nur sein aktuelles Gewicht wissen möchte. Zum Beispiel, wo ich das sogenannte Viszeralfett, sprich das gesundheitsgefährdende Organfett, befindet. Besagtes Fett um die inneren Organe herum gilt nämlich als Mitverursacher von gefürchteten Erkrankungen wie Diabetes, Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Leiden und Krebs, möglicherweise auch von Demenz. Da dieses Fett nicht direkt sichtbar ist, können durchaus auch schlanke Menschen zuviel davon in ihrer Bauchhöhle haben.

Der technische Fortschritt macht es möglich, dass man inzwischen mit speziellen Waagen neben der profanen Ermittlung des Gewichtes auch den eigenen Körperwasser- und seinen Fettanteil ziemlich genau definieren kann. Und es geht sogar noch genauer. Mit der sogenannten Inbody-Waage, die speziell für die Ernährungs- und Gesundheitsdiagnose entwickelt wurde. „Normale Körperfettwaagen greifen auf empirische Befunde zurück und vergleichen für das Ergebnis nur die Werte miteinander. Dadurch kommt es zu großen Ungenauigkeiten und Abweichungen“, erklärt Fitnessfachfrau Dana Herrlich. Das passiere mit der Inbody-Waage nicht. Sie ermöglicht eine „Körperzusammensetzungsanalyse mit höchster Präzision“.

Gesünder essen und viel bewegen

Lange habe sie sich nach einer verlässlichen Lösung umgeschaut und sie nun gefunden, sagt die Trainerin. Bislang setzt hierzulande nur ihr Team das Messgerät ein – und zwar vorwiegend für das Ganzköpertraining durch Elektronische Muskel- Stimulation (EMS). „Wir wollen unsere Kunden über das EMS-Training hinaus mittels einer präzisen Körperzusammensetzungsanalyse betreuen. Denn neben dem Lindern von Rückenschmerzen sind die wichtigsten Gründe unserer Kunden für EMS-Training Muskelaufbau, Körperformung und Gewichtsverlust“, erklärt die Unternehmerin. Die Inbody-Waage mache sich die elektrische Leitfähigkeit von körpereigenem Gewebe und Wasser zunutze und messe so Körperfett, Wasser, Muskelmasse, Proteingehalt, Mineraliengehalt, segmentale Muskel- und Fettverteilung mit einer Genauigkeit von 98 Prozent. „Denn für einen gesunden Körper sind viele Punkte ausschlaggebend, die die Inbody-Waage allesamt erfassen und auswerten kann.“

Bei den Sport- und Gesundheitstagen vom 1. bis 3. März im Einkaufszentrum Rödertalpark können Interessenten sich auch selbst von dieser Waage checken lassen. „Wer sich draufstellt, bekommt von uns einen medizinischen Befundbogen mit seinem Status Quo und einer kurzen Auswertung.“ Während die vielen anderen Angebote des dreitägigen Events kostenlos sind, muss man für den Gang auf die Körperanalysewaage 15 Euro löhnen. „Das wäre sonst unfair gegenüber meinen EMS-Kunden.“ Die werden nämlich regelmäßig mit besagtem Messgerät gecheckt und bezahlen dafür neben ihrem Beitrag eine Servicegebühr. Dafür erfahren sie aber auch ganz genau, wie sie muskulär aufgestellt sind, wie die Fett- und Muskelverteilung im Körper aussieht, ob es Dysbalancen gibt und wie man gegensteuern kann.

„Diäten bringen nichts“, sagt die Fitnessfachfrau. „Sie lassen viszerales Fett nicht schmelzen.“ Durch Hungern verliere der Körper vor allem Wasser und Muskulatur. Was langfristig helfe, sei eine Änderung des Lebensstiles. Das heißt: gesünder essen und viel bewegen. Wenn man dreimal pro Woche aktiv ist, beispielsweise beim Schwimmen oder schnellen Walken, sei schon ein guter Einstieg gemacht, so Dana Herrlich.