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Bautzen

Wölfe bekommen erst später Sender

Ein neues Projekt zur Beobachtung der Tiere kommt erst 2020 richtig in Fahrt. Weil für dieses Jahr der optimale Zeitpunkt schon verstrichen ist.

© Symbolbild: dpa

Bautzen/Dresden. Eigentlich sollten in diesem Jahr wieder einige Wölfe in Sachsen mit einem Sendehalsband versehen werden. Das hatte das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) im Herbst letzten Jahres mitgeteilt. Doch nun verschiebt sich das wohl auf 2020. Das teilt Vanessa Ludwig von der neuen Fachstelle Wolf im Landesamt mit. Der Grund: Das Genehmigungsverfahren für das Projekt habe viel Zeit gebraucht. Und inzwischen sei der optimale Moment für das Einfangen der Wölfe schon vorbei. „Je später im Jahr Fangversuche unternommen werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass Welpen in die Fallen geraten, die noch zu klein sind, um ihnen einen Halsbandsender anzulegen“, so Ludwig. Deswegen warte man nun ab, um 2020 dann einen sicheren Zeitpunkt zum Einfangen der Wölfe zu haben.

Beauftragt damit wurde das Lupus-Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland. Es hatte zuvor eine Ausschreibung für sich entschieden. Der Vertrag zwischen dem Freistaat und Lupus für das Projekt „Untersuchung zur Raumnutzung von Wölfen (Canis lupus) in Sachsen“ läuft bis Ende 2020.

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Zwischen 2006 und 2011 waren durch ein Programm des Bundesamtes für Naturschutz schon einmal sechs Wölfe mit Sendern ausgestattet. So konnte festgestellt werden, dass eins der Tiere bis nach Weißrussland lief. (ihg)

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