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Wölfe rotten Mufflons aus

Am Czorneboh lebt kaum noch eins der früher so zahlreichen Wildschafe. Jäger beklagen eine einseitige Tierschutz-Politik.

© Boris Roessler/dpa

Lauba. Einst wurden die aus Asien stammenden Mufflons als Jagdwild in der Oberlausitz angesiedelt. Mittlerweile gelten sie hier als eine bedrohte Tierart. Schuld daran sind Wolfsrisse. Das jedenfalls beklagte die Jagdgenossenschaft Lawalde in ihrer jüngsten Sitzung. „Sehr kritisch wird das Vorhandensein des Mufflons am Rande der Czorneboh-Region eingeschätzt“, berichtete Jagdvorsteher Dieter Wendler. „Das wird sehr bald zum Erlöschen des Bestandes führen“, heißt es weiter. Verantwortlich dafür sei eine „einseitige Wolfsschutzpolitik“. Mufflonschafe sind für Wölfe leichte Beute, weil sie sehr standorttreu sind. Das im Jagdbogen Lauba lebende Mufflonwild habe seinen Einstand allerdings verlegt, berichtet der Jagdvorsteher. Diese Herde dürfte die Wolfsübergriffe daher in geringer Stückzahl überlebt haben.

Jagdvorsteher Wendler berichtet von zahlreichen Wolfssichtungen rund um Lawalde. Sieben Rehe seien im Gebiet der Jagdgenossenschaft 2017 nachweislich von Wölfen gerissen worden. Rehwild ist in seinem Bestand allerdings nicht gefährdet. Glücklicher wäre Jagdvorsteher Dieter Wendler wahrscheinlich, wenn sich die Wölfe Waschbären als Opfer aussuchen würden. Die aus Nordamerika stammenden Tiere haben sich mittlerweile in der Oberlausitz breitgemacht und sind für viele Gartenbesitzer eine Plage. Sie haben keine natürlichen Feinde und vermehren sich ungehemmt. Im Landkreis Görlitz wurden im letzten Jahr 888 Waschbären geschossen, sechs davon in Kleindehsa. Das trage dazu bei, dass der Waschbär-Bestand nicht weiter steigt, so der Jagdvorsteher. (SZ/mva)

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