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Wölfe töten drei Schafe in Zescha

Und wieder macht das Rosenthaler Rudel negative Schlagzeilen. Erneut wurde die Absperrung übersprungen. Hilft nun nur noch Strom?

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© dpa

Zescha. Ein trauriges Bild bot sich Diana Mauff aus Zescha, als sie am Dienstagnachmittag zu ihren Schafen kam. Von den fünf Tieren waren drei tot, die anderen beiden schwer verletzt. Drei Tiere waren tragend. „Wir waren so froh, dass es doch noch mit Nachwuchs geklappt hat, und nun war alles umsonst“, sagt sie enttäuscht. Sie kann nicht genau sagen, ob die Tiere vielleicht schon am frühen Dienstagmorgen tot waren, denn da war sie zum letzten Mal draußen, hat im Dunkeln auch ein Tier wahrgenommen. Dann fuhr sie arbeiten.

Michael Unger, Revierleiter in Königswartha und auch in Sachen Wolf für das Landratsamt Bautzen unterwegs, begutachtete die toten Tiere. „Es war eindeutig der Wolf“, sagt er. Und bestätigt, dass das Tier oder die Tiere hier wie schon vor zwei Wochen in Cunnewitz, den Zaun übersprungen haben müssen. Familie Mauff hat ihre Tiere mit einem dichten Zaun geschützt, der zwischen den geforderten 1,20 Metern und sogar 1,40 Meter hoch ist. Deshalb bekommt Familie Mauff den Schaden auch ersetzt, teilt Helene Möslinger vom Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz mit. Doch offenbar haben es die Wölfe aus dem Rosenthaler Rudel gelernt, diese Höhen zu überwinden. In Zescha konnte zum Beispiel kein Flexinetzzaun mit Strom angebracht werden, weil sich der Bock immer darin verheddert habe. „Aber der Strom wird wohl auf Dauer der sicherste Schutz vor dem Wolf werden“, sagt Michael Unger. Er versteht den Ärger der Schafhalter, denn ein Mehraufwand für den Schutz der Tiere ist es auf jeden Fall, sich darum zu kümmern und die Anträge auf Förderung auszufüllen. (SZ/kf)