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Bautzen

Wölfin sendet keine Daten mehr

Vier sächsische Tiere wurden mit Sendern ausgestattet. Eins davon ist jetzt tot - und daran wohl selbst schuld.

Dieser Wolf trägt keinen Sender. Doch drei sächsische Tiere sind damit ausgestattet - nachdem ein vierter tot gefunden wurde.
Dieser Wolf trägt keinen Sender. Doch drei sächsische Tiere sind damit ausgestattet - nachdem ein vierter tot gefunden wurde. © Symbolfoto: dpa

Bautzen/Hoyerswerda. Von den vier sächsischen Wölfen, die derzeit einen Sender tragen, ist ein Tier tot. Die Fähe Lotta aus dem Neustädter Rudel wurde am 24. März tot aufgefunden. Das teile das Landesamt für Umweltschutz, Landwirtschaft und Geologie mit. Eine Untersuchung im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung Berlin ergab, dass die Wölfin an den Folgen massiver Bissverletzungen gestorben ist.

Die sind vermutlich auf Revierkämpfe zurückzuführen. Denn Lotta war als Nachwuchs im elterlichen Rudel geblieben und hatte dort bereits letztes Jahr Junge zur Welt gebracht. Das ist eher ungewöhnlich. Einen Sender trägt jetzt mit Julia noch eine Schwester von Lotta. Sie befindet sich derzeit in der Nähe des Truppenübungsplatzes Hintersee in Mecklenburg-Vorpommern.

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Außerdem sendet ein Rüde aus dem Daubaner Rudel. Er hatte sich vergangenes Jahr in Görlitz verirrt und war durch ein Kellerfenster in ein Haus gesprungen. Er wurde schließlich betäubt, mit dem Sender ausgestattet und erhielt den Namen Hans. Seit Anfang April wird zudem der Vaterwolf des neuen Mulkwitzer Rudels südlich von Weißwasser mit Telemetrie überwacht; die Wissenschaftler tauften ihn Peter.

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