merken

Pirna

Wofür „Wir sind das Volk“ heute steht

Heidenauer Gymnasiasten fragen Zeitzeugen und suchen eine Antwort. 

© dpa

„Wir sind das Volk“ riefen vor 30 Jahren auch viele junge Leute. Junge Leute von heute fragen, wofür stand dieser Ruf? 

Ein zweitägiges Projekt „Einigkeit und Recht und Freiheit – Nun danket alle Gott“ am Heidenauer Gymnasium will Antworten geben. Initiiert wurde es von Religionslehrerin Anne Bergmann. „Ziel ist, dass die Abiturienten, die Erwachsenen von morgen, lernen, dass hinter historischen Fakten Menschenleben, hinter gesellschaftlichen Werten Schicksale, hinter Verantwortung das Rückgrat des Einzelnen steht.“ 

Anzeige
Schwitzen um Mitternacht

Der Sauna Aufguss geht auch im Oktober in die Verlängerung. Das Freitaler "Hains" gibt noch einen Sekt gratis dazu.

Zeitzeugen aus den alten und neuen Bundesländern haben sich bereiterklärt, den Jugendlichen einen Querschnitt jüngerer deutscher Geschichte aufzuzeigen, sagt sie. Als Grundlage galten die sogenannten „Begegnungsrüstzeiten“ zwischen Jugendlichen aus DDR und BRD, die in den 1970ern als Friedensarbeit initiiert wurden und die heute noch als Freundeskreise fortbestehen. Höhepunkt ist das Zeitzeugeninterview, bei dem die Abiturienten die Zeitzeugen zu 50 Jahre deutsch-deutscher Geschichte befragen können.

 „Viele Jugendliche haben ein problematisches Verhältnis zur jüngeren deutschen Geschichte und können Themen wie geteiltes Deutschland, Friedliche Revolution oder demokratische Grundwerte nur schwer mit Inhalt füllen“, sagt Anne Bergmann und hofft, dass sich das nach den zwei Tagen etwas ändert. Die Antwort von Anne Bergmann auf die Frage, wofür „Wir sind das Volk“ steht: „Für Nächstenliebe, die sich weder an Landesgrenzen noch Staatszugehörigkeit hält.“ Sie ist gespannt, welche Antworten die Gymnasiasten finden. (SZ/sab)

Noch mehr Lokales auf www.sächsische.de/ort/pirna.

Informationen zwischendurch aufs Handy: www.szlink.de/whatsapp-regio.

Täglicher Newsletter kostenlos: www.sz-link.de/pirnaheute.