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Woher stammt das Waffenarsenal?

Bei Pumpguns, Schalldämpfern, abgesägten Schrotflinten und Uzis verstehen Richter keinen Spaß: Drei Jahre Haft.

© dpa

Die Polizei hat bei einem Radebeuler (45) ein irres Arsenal scharfer Waffen und 700 Schuss Munition ausgehoben: eine Pistole, drei Revolver, zwei Pumpguns, einen Schießkugelschreiber und eine automatische Maschinenpistole „Uzi“ samt Schalldämpfer. Manche Waffen steckten in einer Tasche im Flur, eine Pumpgun stand neben dem Sofa, eine andere fand sich in einen Teppich eingerollt im Werkzeuglager des selbstständigen Bauhandwerkers.

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Nach dem Fund im August 2017 wanderte der 45-Jährige in Untersuchungshaft. In seinem Prozess am Amtsgericht Dresden ließ der nie vorbestrafte Angeklagte über Verteidigerin Ines Kilian mitteilen, dass er nie Waffen gesammelt habe. Sie stammten von Dritten, deren Namen er jedoch nicht nannte. Er habe sie abgeben wollen, um von der Amnestie zu profitieren. Die Sache flog auf, weil der Mann an jenem Tag einen Mitarbeiter geschlagen hatte, von dem er sich hintergangen gefühlt habe.

Richter Arnd Fiedler verurteilte den Angeklagten wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und Körperverletzung zu drei Jahren Haft: Mit diesen Waffen, die vor allem von Rockern als schick angesehen würden, hätte man in den Krieg ziehen können. Angesichts dieser Masse an „heißer Ware“ hätte der Angeklagte sofort die Polizei alarmieren müssen. (SZ/lex)