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Wohlfahrtsverbände wollen Sozialticket

ALG-II-Empfänger bekommen monatlich 34,66 Euro für Bus und Bahn. Zu wenig, sagen Awo, Diakonie, DRK und Caritas.

© © Symbolfoto: dpa

Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge fordern die Einführung eines Sozialtickets für Einkommensschwache. In einem Positionspapier von Awo, Diakonie, DRK, Caritas, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und anderen heißt es, dass Alg-II-Empfänger und Asylbewerber lediglich 34,66 Euro pro Monat für Bus- und Bahntickets erhalten. Das reiche gerade mal für acht Einzelfahrten, wenn man eine Tarifzonengrenze überquert. Der Landkreis umfasst sieben solche Zonen. Eine Monatskarte für zwei Tarifzonen kostet 134,50 Euro. Selbst viele Schwerbehinderte bekommen keinen Nachlass auf den regulären Fahrpreis.

Awo, Diakonie, DRK und Caritas sagen nicht, wie viel ein Sozialticket kosten darf, appellieren aber an den Landkreis, ein solches Angebot zu starten. „Unstreitig ist gesellschaftspolitisch gewollt, dass die Bevölkerung im ländlichen Raum erhalten bleibt“, heißt es weiter im Positionspapier. Außerdem könnte man dank eines Sozialtickets mit wachsenden Fahrgastzahlen in Bus und Bahn rechnen.

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Knapp 10 000 Menschen im Landkreis beziehen Arbeitslosengeld II. Die Wohlfahrtsverbände sprechen zudem von rund 22 000 Schwerbehinderten, von denen nur ein Teil öffentliche Verkehrsmittel kostenlos nutzen kann.