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Wohnen am Campus

© Visualisierung: Baywobau/MPA Architekten

Die Baywobau lässt knapp 100 moderne Wohnungen bauen. Und lockt Bewohner an, die hier schon lange gesucht haben.

Von Annechristin Bonß

Noch ranken sich Gestrüpp und Wildwuchs um die hässlichen Bauten am Beginn der Nöthnitzer Straße. Hier an der Ecke zur Bergstraße hat sich schon lange nichts mehr getan. Nun soll sich das Gebiet verändern. Die Baywobau hat die Fläche zwischen Nöthnitzer und Zeunerstraße gekauft. Aus der 14 000 Quadratmeter großen Fläche soll ein moderner Wohnstandort werden.

Projektleiter Steffen Hauschild hat jetzt die Pläne öffentlich vorgestellt. Demnach will das Unternehmen im kommenden Frühjahr mit dem Vertrieb beginnen. In einem ersten Bauabschnitt sollen bis zu 49 Eigentumswohnungen entstehen. Sieben Neubauten sind im Inneren des Karrees geplant. Hinter den Wohnhäusern an der Zeunerstraße sollen die Zwei- bis Dreigeschosser stehen. Fünf bis sechs Wohnungen sind darin geplant. Das hängt davon ab, wie viel Platz die Käufer benötigen.

Platz für die Autos der künftigen Bewohner soll in einer Tiefgarage entstehen. Denn im neuen Wohngebiet sollen Autos keine Rolle spielen. Über eine Zufahrt von der Nöthnitzer Straße aus biegen die Fahrzeuge ab und gelangen zu den unterirdischen Stellplätzen. Nur einige wenige Parkplätze befinden sich oberirdisch. Leicht sind die Baupläne nicht umzusetzen. Das Grundstück erstreckt sich am Hang. Die Planer mussten die Höhenunterschiede berücksichtigen.

Mit den sieben Mehrfamilienhäusern ist aber erst ein Teil der Fläche bebaut. In einem zweiten Abschnitt entstehen drei Längsbauten entlang der Nöthnitzer Straße. Wie diese künftig genutzt werden, steht aber noch nicht fest. „Entweder Büros oder Wohnungen“, sagt Steffen Hauschild. Noch verhandelt das Unternehmen. Zum einen mit der TU Dresden, die unter Umständen Interesse an den Büros hätte. Zum anderen mit der Stadt, die zum Beispiel vorgibt, wie viele Parkplätze es an den drei Wohnhäusern geben muss. In den drei Längsbauten könnten um die 70 Wohnungen entstehen. Diese sind deutlich kleiner als die Familienwohnungen im Inneren des neuen Areals. Auch für diese Neubauten sollen die Parkplätze unterirdisch gebaut werden. Pro Wohnung entsteht ein Stellplatz, sagt Planer Steffen Hauschild.

Auf eins haben sich die Planer schon festgelegt. Abgeriegelt ist das neue Gebiet nicht. Fußgänger sollen schnell von der Nöthnitzer Straße zur Zeunerstraße gelangen können. Auch haben die Planer darauf geachtet, dass die Schneisen für die Frischluft frei bleiben. Die strömt über den Südhang in die Stadt hinein. Dort finden die künftigen Bewohner ein Stück Natur. In den kommenden Jahren soll bis zur Kohlenstraße hinauf ein neuer Park entstehen. Es wäre der größte kommunale Park in der ganzen Stadt. Noch planen die Mitarbeiter in der Verwaltung daran.

Baustart für das neue Wohngebiet ist im nächsten Jahr geplant. Drei Monate dauert der Abriss der Altbauten. 21 Monate lang soll danach gebaut werden. Die Baywobau investiert über 30 Millionen Euro. Viele der Wohnungen sollen verkauft werden. Das Interesse an Wohneigentum in der Südvorstadt ist groß. Auch weil es kaum Baugebiete gibt, in denen neue Häuser oder Wohnungen entstehen.