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Wohnen auf dem Schießplatz

Die Eigenheimgebiete der Stadt füllen sich immer mehr. Aber auch dazwischen gibt es noch Reserven.

© Dietmar Thomas

Von Jens Hoyer

Görlitz – Immer eine Reise wert

Die Stadt Görlitz wird von vielen als „Perle an der Neiße“ oder „schönste Stadt Deutschlands“ bezeichnet. Warum? Das erfahren Sie hier.

Döbeln. Nach mehr als 20 Jahren ist auch das größte Baugebiet voll. Im Sommer soll mit der Erschließung des siebten und letzten Bauabschnitts der Sörmitzer Au begonnen werden. Dabei war erst im vergangenen Juni der sechste Abschnitt fertig geworden. Aber von den mehr als 20 Grundstücken sind alle bis auf eines verkauft, sagte Torsten Kurth, Immobilienmakler bei der Sparkasse Döbeln.

Im letzten Bauabschnitt stehen dann noch einmal 23 Grundstücke zur Verfügung. „Die liegen in exklusiver Lage am Feldrand“, sagte Kurth. Wer eines haben will, muss 99 Euro pro Quadratmeter bezahlen.

Damit wäre Döbelns größer Eigenheimstandort in absehbarer Zeit gefüllt. Kurth macht sich Gedanken, wie es danach weitergeht. „Wir haben schon ein paar Ideen“, sagte er, ohne jetzt schon ins Detail gehen zu wollen. Die Sparkasse vermarket auch die Grundstücke im Wohngebiet Sonnenterrassen der städtischen DWVG in Döbeln Nord. Dort sind im ersten Bauabschnitt noch sechs Grundstücke frei. Im zweiten sind es elf.

Nach Ansicht von Baudezernent Thomas Hanns hat Döbeln noch ausreichend Reserven an Bauland – insbesondere Baulücken, die ohne aufwendige Genehmigungsvorhaben zu füllen sind. Ein Beispiel: Auf dem ehemaligen Schießplatz in Mannsdorf werden bald Familien wohnen. Die Stadt bereitet gerade den Verkauf des Geländes vor. „Es gibt für drei Baugrundstücke Anfragen von Interessenten. Wenn die Vorbereitungen etwa wie die Vermessungen beendet sind, können die Grundstücke voraussichtlich gegen Ende des ersten Halbjahrs verkauft werden“, sagte Stadtsprecher Thomas Mettcher.

Die Stadt will das Gelände so veräußern, wie es ist. Derzeit stehen dort noch Unterstände der Schießanlage. Außerdem ist ein Teil des Areals von einem Erdwall umschlossen. Ein Gebäude war bis vor einigen Jahren als Gaststätte genutzt. Der Zustand des Geländes werde berücksichtigt, sagte Mettcher. „Der Preis wird über Wertgutachten ermittelt.“ Ein erstes Grundstück auf dem Gelände hatte die Stadt schon im vergangenen Jahr verkauft. Ein Ehepaar aus Döbeln hat dort ein Haus mit Gewerbetrakt errichtet.

Reserven hat Döbeln noch auf dem Lande. Am Ziegraer Ortsrand ist schon seit den 1990-er Jahren ein Eigenheimgebiet ausgewiesen. Derzeit sei vonseiten der Stadt aber eine Erschließung nicht geplant, sagte Hanns. Und auch an Bauträgern fehle es, die sich für solche Projekte interessieren. Viele Bauherren suchen die Nähe zur Stadt, sagte Immobilienmakler Torsten Kurth. Aber auch Standorte auf dem Land hätten Potenzial – wenn die Bedingungen stimmen. „Zuerst wird immer gefragt, wie gut die Anbindung ans Busnetz ist.“