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Geld und Recht

Wohnmobil verkaufen – Tipps zum Verkauf

Es gibt viele verschiedene Gründe, das geliebte Wohnmobil zu verkaufen. Manchmal ist es einfach die fehlende Zeit, es sinnvoll nutzen zu können. 

© Peter H.

Mitunter ändert sich auch die familiäre Situation, sodass ein Urlaub mit dem Camper gar nicht mehr infrage kommt. Denas Reisemobil jetzt einfach über mehrere Jahre irgendwo unterzustellen, ist keine gute Wahl. Durch langes Stehen treten sehr häufig technische Probleme auf. Zudem entstehen unnötige Kosten für die Miete eines Stellplatzes. Daher ist es auf jeden Fall empfehlenswert, das Wohnmobil zu verkaufen, sofern es nicht mehr genutzt werden kann.

Die Ermittlung des Wertes ist nicht einfach

Die größte Schwierigkeit besteht meistens darin, einen angemessenen Verkaufspreis zu ermitteln. Die Wertermittlung bei einem Wohnmobil ist deshalb etwas schwierig, weil es zu solch einem Fahrzeug in den meisten Fällen auch eine emotionale Bindung gibt. In dem Camper wurden die schönsten Wochen des Jahres verbracht. Zudem wurden viele Abenteuer erlebt. Daher weist jedes Wohnmobil auch immer einen sehr hohen persönlichen Wert auf. Dieser hat allerdings mit dem realen Wert nicht besonders viel zu tun. Beim Verkauf eines Wohnmobils zählen in erster Linie Fakten.

Tipps zur Ermittlung des Fahrzeugwerts

Es gibt eine recht simple Vorgehensweise, einen Verkaufspreis zu ermitteln. Dazu ist es erforderlich, sich eine Liste mit folgenden Daten anzufertigen:

• Hersteller und Typ
• Jahr der Erstzulassung
• Motorleistung
• Kilometerleistung
• Abmaße des Fahrzeugs
• Ausstattung auch mit zusätzlichen Ausstattungsmerkmalen

Bei dieser Auflistung handelt es sich um Daten, die nachweisbar sind. Diese bilden die Grundlage zur Preisermittlung. Die aufgelisteten Daten können dann einfach in ein Suchformular gängiger Onlinebörsen eingegeben werden. Daraufhin werden mehrere Treffer angezeigt, die dem eigenen Wohnwagen entsprechen. Anhand der Preise lässt sich dann schon grob abschätzen, welcher Verkaufserlös erzielt werden kann.

Den Preis konkretisieren

Nachdem mit der weiter oben beschriebenen Methode ein Preis gefunden wurde, kann dieser noch etwas verfeinert werden. Besonders interessant sind Zusatzausstattungen, wie beispielsweise Vorzelte oder besonders große Frischwasser- und Abwassertanks. Im Bereich der Wohnmobile ist der Katalog an zusätzlichen Ausstattungsvarianten sehr lang. Jedes nützliche Zubehör erhöht auch den Wert und somit den Verkaufspreis.

Auch kürzlich durchgeführte Wartungen oder Erneuerungen von Verschleißteilen steigern den Wert. Daher weiß der Interessent, dass er in der nächsten Zeit keine kostspieligen Inspektionen oder Instandsetzungen zu befürchten hat. 

Potenzielle Käufer finden

Nachdem ein realistischer Preis ermittelt wurde, brauchen nur noch Interessenten für das Wohnmobil gefunden zu werden. Im Internet gibt es mehrere renommierte Verkaufsportale. Darin können Anzeigen mit Bildern und exakten Beschreibungen kostenlos aufgegeben werden. Da sich Interessenten möglichst umfassend informieren möchten, sind detaillierte Beschreibungen und aufschlussreiche Fotos sehr wichtig. Daher sollte zur Erstellung von Anzeigen lieber etwas mehr Zeit eingeplant werden. Dann melden sich auch Menschen, die ein ernsthaftes Interesse an dem Camper haben.

Das Wohnmobil an eine Privatperson verkaufen?

Grundsätzlich ist es so, dass sich beim Verkauf eines Wohnmobils an eine Privatperson ein höherer Preis erzielen lässt als beim Verkauf an einen Händler. Bei einem Privatverkauf tritt aber ein Problem auf. Dabei geht es um die Sachmängelhaftung. Diese greift auch dann, wenn im Kaufvertrag steht: „Gekauft wie gesehen“ oder etwas Ähnliches. Die Sachmängelhaftung ist gesetzlich festgelegt und kann nicht so ohne weiteres ausgeschlossen werden. Bei einem privaten Verkauf muss der Verkäufer bis zu einem Jahr lang noch für Mängel haften, die schon beim Verkauf aufgetreten waren. Das kann mitunter sehr teuer werden, weil nicht immer alle Mängel offensichtlich oder bekannt sind.

Den Camper an einen Händler verkaufen

Der Verkauf des Wohnmobils an einen Händler ist sehr viel einfacher. Der Verkäufer hat weniger Stress und die Sachmangelhaftung gilt nicht. Aus diesen Gründen verkaufen viele Wohnmobilbesitzer ihre Gebrauchtfahrzeuge lieber an einen Wohnmobilhändler. Händler kaufen gerne Gebrauchtfahrzeuge, weil dafür ein interessanter Markt besteht. Die Nachfrage nach gebrauchten Wohnmobilen ist nach wie vor groß. Die meisten Interessenten kaufen die Fahrzeuge auch gerne bei Händlern, weil sie dadurch auch von einem gewissen Service profitieren. Besonders vorteilhaft beim Verkauf an einen Händler ist, dass der Verkäufer sofort bei der Abholung sein Geld bekommt. Der Händler übernimmt in der Regel auch die Überführung und falls erforderlich auch die Abmeldung.

Fazit

• Veränderte familiäre Situationen, mangelnde Zeit oder Kostengründe erfordern es, das gebrauchte Wohnmobil zu verkaufen.
• Bei der Wertermittlung zählen nur Fakten und keine Emotionen.
• Ein Privatverkauf ist aufwendiger und mitunter auch riskant.
• Beim Verkauf an einen Händler fällt die Sachmängelhaftung weg und der Verkäufer erhält sofort sein Geld.
• Besonders vorteilhaft erweist es sich, dass der Händler in der Regel sowohl die Überführung als auch die Abmeldung übernimmt.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur E. Müller.