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Wolf geschossen und in See versenkt

© Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa

Im Tagebausee Mortka im Landkreis Bautzen haben Spaziergänger eine tote Wölfin gefunden. Sie wurde erschossen und hatte ein Betongewicht um den Bauch gebunden. Die Polizei ermittelt.

Spaziergängern haben am Tagebausee Mortka südöstlich von Hoyerswerda ein totes Tier in Ufernähe entdeckt. Der am 10. Juni im Wasser treibende Kadaver stellte sich als der eines Wolfes heraus, teilte das Kontaktbüro Wölfe in Sachsen am Montag mit. Bei der Bergung des toten Tieres wurden Löcher im Brustraum des Wolfes gefunden. Um den Bauch des toten Tieres war nach Angaben des Kontaktbüros ein Strick gebunden, an dessen anderem Ende ein Betongewicht befestigt war. Damit war der im Tagebausee versenkt worden. Wegen des Verdachts auf einen illegalen Abschuss wurde die Polizei eingeschaltet.

Eine am 12. Juni im Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin durchgeführte Untersuchung, dass es sich um eine einjährige Wölfin handelt, die durch Gewehrkugeln getötet wurde, hieß es in einer Mitteilung des Kontaktbüros vom Montag.

Wölfe sind nach EU-Recht und Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Art. Ihre unerlaubte Tötung ist eine Straftat. Das Landratsamt Bautzen hat Strafanzeige gestellt, und das Landeskriminalamt hat inzwischen die Ermittlungen aufgenommen.

Seit 2009 sind in Sachsen bereits acht illegal getötete Wölfe gefunden worden, teilte das Büro mit. In sieben Fällen wurden die Tiere geschossen, ein Wolf wurde vorsätzlich überfahren. (szo)

>>> Informationen zum Wolf in Sachsen