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Wolf reißt Schafe nahe am Dorf

Ein Muttertier und ein Lamm fielen in Großdöbschütz dem Raubtier zum Opfer. Die Besitzer sind entsetzt.

© Symbolbild: dpa

Obergurig. Der Wolf hat in Großdöbschütz zugeschlagen. Mit Schrecken musste Heinz Kalley am Ostermontag feststellen, dass zwei seiner Walliser Schwarznasenschafe tot sind. Der Großdöbschützer hielt die Tiere auf einer Wiese am Spreeradweg. Es gab keinen hohen Zaun, sodass Spaziergänger, die Tiere streicheln konnten. Daniel Kalley, Sohn des Schafhalters, ist überzeugt, dass der Wolf in der Nacht die Tiere gerissen hat. Die Zeichen deuteten darauf hin. „Das Mutterschaf war etwas ausgefressen, das Lämmchen wies einen Kehlbiss auf“, berichtet Daniel Kalley. Die Polizei bestätigt den Vorfall. Man sei am Ostermontag gegen 7.30 Uhr vor Ort gewesen, so ein Polizeisprecher. Normalerweise fällt der Wolfsriss in die Zuständigkeit des Landratsamtes.

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Familie Kalley ist entsetzt, dass der Wolf mittlerweile im Wohngebiet jagt und so auch eine Gefahr für den Menschen darstellt. „Die nächsten Häuser sind keine 50 Meter Luftlinie entfernt und es gibt auch kleine Kinder, die in der Nähe wohnen“, sagt Daniel Kalley. „Wie lange will die Politik noch warten, bis der erste Mensch angefallen wird?“, fragt er. Die beiden toten Tiere hatten nach Angaben der Besitzer einen Wert von etwa 350 Euro. (SZ/ ma)