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Kamenz

Wolfsriss bei Wohla

Ein Prietitzer Schafhalter verlor in der Nacht zu Dienstag fünf Altschafe und ein Lamm. War der Zaun zehn Zentimeter zu kurz?

Das ist eines der fünf getöteten Altschafe im Gatter von Roland Wendt. Wie man sieht, war es hochtragend, womit sich der eingetretene Schaden also noch erhöht. Einen Ausgleich kann der Nutztierhalter wohl nicht erwarten.
Das ist eines der fünf getöteten Altschafe im Gatter von Roland Wendt. Wie man sieht, war es hochtragend, womit sich der eingetretene Schaden also noch erhöht. Einen Ausgleich kann der Nutztierhalter wohl nicht erwarten. © privat

Kamenz/Elstra. Jäger Dietrich Schniebel aus Wiesa hat das Blutbad dokumentiert. Per Smartphone-Kamera. In der Nacht zu Dienstag war der Wolf ins Schafgatter von Roland Wendt eingedrungen, das dieser seit Jahrzehnten auf seinem Gartengrundstück zwischen Wohla und Welka eingerichtet hat. Fünf Altschafe, eines davon hochtragend, und ein Lamm mussten dran glauben. „Die Fachstelle Wolf aus Nossen hat einen Rissgutachter geschickt, der den Wolfsangriff bestätigt und dokumentiert hat.“ Das sächsische Landwirtschaftsamt hat die neue Kontaktstelle seit 1. Juni dort eingerichtet. Mittlerweile funktioniert auch die kostenlose Hotline für Rissmeldungen (Telefon 0800/5550666).

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Direkt schaflebensichernd wirkt sie natürlich nicht, aber immerhin könnte es bald wieder einen klaren Überblick über die Lage im Wolfsland geben, hofft Dietrich Schniebel. „Angeblich hatte es zwischen 2017 und 2019 keine Wolfsrisse in Kamenz gegeben. Drei – zwei davon in Wiesa – sind mir selbst bekannt geworden.“ Der jetzige Übergriff bei Wohla ist für den Schafhalter misslich. Der Gatterzaun war nur 1,10 m hoch, mittlerweile werden 1,20 m vorgeschrieben. „Allein aus diesem Grunde wird der Nutztierhalter wohl auf seinem Schaden sitzenbleiben“, so der Jäger. (SZ)

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