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„Wolkenschaukel“ hängt wieder

Die Zerstörungen an Objekten der Ausstellung „Görlitz Art“ reißen nicht ab. So traf es jetzt die Installationen auf dem Otto-Buchwitz-Platz und auf dem Lutherplatz. Zuvor war bereits die Lichtinstallation in Form des &-Zeichens auf dem Wilhelmsplatz beschädigt worden.

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© Görlitz Art

Von Marvin Liebig

Die Zerstörungen an Objekten der Ausstellung „Görlitz Art“ reißen nicht ab. So traf es jetzt die Installationen auf dem Otto-Buchwitz-Platz und auf dem Lutherplatz. Zuvor war bereits die Lichtinstallation in Form des &-Zeichens auf dem Wilhelmsplatz beschädigt worden.

Am Freitag montierten die Künstler die „Wolkenschaukel“ am Otto-Buchwitz-Platz wieder, nachdem die Elemente seit Dienstag abgenommen und repariert wurden. Fotos: Pawel Sosnowski, Görlitz Art
Am Freitag montierten die Künstler die „Wolkenschaukel“ am Otto-Buchwitz-Platz wieder, nachdem die Elemente seit Dienstag abgenommen und repariert wurden. Fotos: Pawel Sosnowski, Görlitz Art © Pawel Sosnowski

Zumindest auf dem Otto-Buchwitz-Platz ist aber nun wieder alles an seinem Platz. Am Freitag wurde das Kunstwerk „Wolkenschaukel“ der polnischen Künstlerinnen Paulina Sobczyk, Stefania Pietrasik und Klaudia Kaczmarek wieder instand gesetzt. Seit Dienstag hingen nur noch wenige Schlaufen, der Rest war zur Reparatur abmontiert worden. Das bestätigte Stephanie Dubiel vom städtischen Kulturservice gegenüber der SZ. „Leider haben einige Leute das Kunstwerk als Kletterparcours missbraucht“, nennt sie den Grund, warum es zur Beschädigung kam. „Dadurch haben sie die Ösen herausgerissen und die Reparatur notwendig gemacht.“

Lediglich vier Schlaufen der „Wolkenschaukel“ seien zum Hineinsetzen und leichten Schwingen geeignet, die restlichen dienten nur als Dekoration.

Obwohl man einer erneuten Beschädigung nicht zu hundert Prozent vorbeugen kann, ist Stephanie Dubiel zuversichtlich, dass so etwas nicht wieder passiert. „Das Material der Schlaufen wurde verstärkt, um die Konstruktion stabiler zu machen“, sagt sie. „Außerdem sieht es jetzt sogar noch schöner aus als vorher.“

Ebenso gelitten hat das Kunstwerk „Grenze“ auf dem Lutherplatz. Die teilweise verspiegelten Prismen des polnischen Künstlers Tomasz Tomaszewski stehen zwar nach wie vor auf dem Platz in der westlichen Innenstadt. Aber einige Spiegelflächen sind zersplittert, vermutlich weil gegen sie geschlagen wurde.

Noch bis zum April 2017 sollen die Kunstwerke im öffentlichen Raum von Görlitz stehen. Über deren Sinn gibt es vor allem in Internetforen harte Auseinandersetzungen. Die eine Seite spricht von unnützer Geldverschwendung. Immerhin kostet die Schau 200 000 Euro, der größte Teil wird über Fördermittel finanziert. Die andere Seite aber findet die Auseinandersetzung mit moderner Kunst spannend.