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Wünsche für’s nächste Oktoberfest gesucht

Nass ist es wieder gewesen beim Kemnitzer Oktoberfest. Es war dennoch gut besucht, vor allem beim Kaiser-Konzert. Eine Bilanz.

© Bernd Gaertner

Kemnitz. Trotz Regens ist das vergangene Wochenende für die Organisatoren des Oberlausitzer Oktoberfestes ein gutes gewesen. „Ich denke, man kann von einem Besucherrekord sprechen, ja“, sagt Dirk Neumann von der Kemnitzer Fördergemeinschaft, die das Oktoberfest zum 20. Mal organisiert hat. Für die hohe Besucherzahl – genaue Angaben möchten die Organisatoren nicht herausgeben – dürfte vor allem das Konzert von Roland Kaiser am Sonnabend gesorgt haben. Das Zelt war vollständig ausverkauft. Besucher schätzen die Gästezahl am Abend auf über 6 000. Lob gab es für die gute Stimmung. Einige Gäste meldeten sich nach dem Konzert bei Facebook zu Wort: Das Konzert sei klasse gewesen, nur leider überfüllt, schreibt Nutzerin Heike Schubert. „Es war super, alles hat gepasst“, schreibt Frank Anders. Er freute sich darüber, dass dieses Jahr wieder mehr Trachten zu sehen gewesen seien. Nutzer Jens En: „Der Kaiser war der Hammer. Geile Stimmung inklusive.“

„Wir sind sehr zufrieden und haben auch bis jetzt nichts Negatives gehört“, sagt auch Dirk Neumann. Außer von einer Fangruppe, die sich am Montag auch bei der SZ meldete und nicht ganz glücklich war. Der Grund: Sie fühlten sich am Einlass ungerecht behandelt und mussten ihre hart erwarteten Erste-Reihe-Plätze aufgeben. „Wir waren etwa 14 Uhr da“, erzählt der Anrufer aus der Fangruppe, der seinen Namen nicht nennen will. Im Zelt wurden schonmal die besten Plätze gewählt. Gegen 15 Uhr musste die Truppe aber raus aus dem Zelt, weil Roland Kaiser und sein Team Soundcheck machten. „Dafür habe ich auch Verständnis“, sagt der Mann. Aber als dann 17 Uhr ofizieller Einlass war, seien andere Gäste über den Seiteneingang früher reingelassen worden. Und die Super-Plätze seien weg gewesen. Neumann, der am Sonnabend zu dieser Situation gerufen wurde, schüttelt den Kopf. „Wir wollten niemanden im Regen stehen lassen“, erklärt er. Nur deshalb hätten die Hardcore-Fans schon 14 Uhr ins Zelt gedurft. „Es ist möglich, dass am Seiteneingang der Einlass ein paar Minuten früher begonnen hat.“ Mit Absicht bevorzugt behandelt worden sei aber keiner. Fazit der Episode: Roland Kaiser löst nicht nur in Dresden, sondern auch in Kemnitz Manien aus.

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Neben Roland Kaiser hat am Wochenende auch Matthias Reim in Kemnitz gespielt, am Freitag. „Bei beiden Konzerten haben die Leute ausgelassen gefeiert und sind auch lange nach Schluss noch geblieben. Das ist immer ein gutes Zeichen.“

Jetzt wird das Festzelt nicht ab-, sondern umgebaut: für den großen Kemnitzer Trödelmarkt, der am Freitag beginnt. Für die Organisatoren des Oktoberfestes beginnen bald schon die Vorbereitungen für das kommende Jahr. Wer möchte, kann sich mit Vorschlägen bei der Wahl der Künstler beteiligen. „Wer will, kann seinen Musikwunsch abgeben“, sagt Neumann. Und zwar auf der Facebook-Seite der SZ Löbau. Auch allgemeine Verbesserungsvorschläge sind willkommen. (SZ/sdn)