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Döbeln

Wunschzettel per Abstimmung

Die Schüler des Lessing-Gymnasiums können dreimal 1.500 Euro für eigene Ideen ausgeben. Aber bitteschön ganz demokratisch.

Der Schülerrat hat sich draußen im „grünen Klassenzimmer“ des Gymnasiums getroffen. Dabei ging es vor allem um Geld. Und wie es richtig ausgegeben wird.
Der Schülerrat hat sich draußen im „grünen Klassenzimmer“ des Gymnasiums getroffen. Dabei ging es vor allem um Geld. Und wie es richtig ausgegeben wird. © Jens Hoyer

Döbeln. Zum ersten Mal seit längerer Zeit hat sich der Schülerrat des Lessing-Gymnasiums getroffen. Und zwar draußen im „grünen Klassenzimmer“ hinter der Schule. Im Halbkreis nahmen die Schülervertreter der verschiedenen Klassenstufen Platz. Ein bisschen wie im Bundestag. Und um Demokratie ging es auch bei der Versammlung. Nämlich darum, ganz demokratisch ordentlich Geld auszugeben, um Ideen der Schüler zu realisieren. Diese bekommen nämlich drei Jahre lang jeweils 1.500 Euro von der sächsischen Jugendstiftung. „Es sind sachsenweit nur sechs Schulen ausgewählt worden“, sagte Schulsozialarbeiterin Susann Gasse, die das Projekt begleitet.

„Deine Idee, Deine Schule. Deine Entscheidung!“ nennt sich die Aktion, die die Stiftung zusammen mit dem Kultusministerium und den Landesschülerrat umsetzt. „Es ist wichtig, dass es so demokratisch und transparent wie möglich zugeht“, sagte Susann Sasse. Schülersprecher Richard Rösler erklärte das Prozedere: Jede Klasse kann mehrere Vorschläge machen. „Sie sollten aber nicht utopisch sein“, so der Schülersprecher. Aber dafür nachhaltig. 

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Ein Schulhoffest wäre nicht so gut, ein Projekt gegen Mobbing schon. 500 Euro soll die Außenstelle Körnerplatz verplanen können, 1000 Euro die Hauptstelle, die von der überwiegenden Mehrheit der Schüler besucht wird. Das ist aber kein Dogma. „Wenn sich alle auf ein Projekt einigen, dann wird das auch umgesetzt“, sagte Sasse. Ins Gespräch war zum Beispiel ein Trinkbrunnen für die Körnerplatzschule gekommen.

Aus den verschiedenen Vorschlägen wird bei der Vollversammlung Anfang Juli die zehn besten ausgewählt. Aus diesen sollen dann alle Schüler einen Gewinner nominieren. Die Älteren per Internet, die Jüngeren mit Stimmzettel. „Am Tag der Zeugnisausgabe wird das Ergebnis bekannt gegeben“, so Richard Rösler.

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