merken

Zahl der Arbeitslosen sinkt

Der Frühling sorgt für Belebung auf dem Arbeitsmarkt. Auf dem Ausbildungsmarkt gibt es fast 1000 unbesetzte Stellen.

© dpa

Döbeln. Die Zahl der Arbeitslosen ist im März zurückgegangen. Im Landkreis Mittelsachsen waren rund 9300 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind fast 1400 weniger als im März vergangenen Jahres und 151 weniger als im Februar. In Döbeln sind rund 2400 Menschen arbeitslos, das sind 100 weniger als im Februar und 390 weniger als im März des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote rangiert mit 7,3 Prozent aber über der Durchschnittsquote des Landkreises, die bei 5,8 Prozent liegt.

Damit profitieren alle Regionen des Landkreises von der Frühjahrsbelebung. „Im März ist der Frühling auf dem Arbeitsmarkt in Mittelsachsen angekommen. Bislang haben die Arbeitgeber mit Einstellungen noch etwas gezögert, aber im März wurden deutlich mehr Beschäftigungsaufnahmen registriert. Gleichzeitig haben sich weniger Menschen aus einer Erwerbstätigkeit heraus arbeitslos gemeldet“, bilanziert Susan Heine, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Freiberg. „Besonders im Baubereich, im Verkehr- und Logistikbereich und im verarbeitenden Gewerbe fanden Arbeitslose einen neuen Job. Dabei spiegelt sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit besonders bei den Männern wider.“

Die gesunde Drittelstunde
Die gesunde Drittelstunde
Die gesunde Drittelstunde

Impfen lassen? Neue Therapien? Was zahlen Kassen? Fragen rund um das Thema Gesundheit: hier gibt es Antworten. Redakteur Jens Fritzsche im Gespräch mit Experten.

Seit Oktober vergangenen Jahres haben sich bei der Arbeitsagentur auch rund 1400 Bewerber für Ausbildungsstellen gemeldet. Theoretisch könnte jeder Jugendliche eine Ausbildung beginnen, rund 950 Stellen sind noch unbesetzt. Dem gegenüber stehen 900 unversorgte Bewerber. Allerdings klaffen die Wünsche der jungen Leute und die Angebote auseinander. Zu den gesuchten Berufen gehören immer noch Verkäufer, Kfz-Mechatroniker und Kaufmann im Einzelhandel. Allerdings seien dort die Chancen nicht immer die besten, so Susan Heine.

Die Jugendlichen sollten auch über Alternativen zum Wunschberuf nachdenken. Die meisten unbesetzten Ausbildungsplätze gibt es im Bereich Lagerwirtschaft, Post und Zustellung, im Bereich Energietechnik, Maschinenbau und Betriebstechnik und in der Metallbearbeitung. Susan Heine appellierte auch an die 25- bis 35-Jährigen, eine Ausbildung zu beginnen. In dieser Altersgruppe seien rund 1700 Menschen arbeitslos. Mehr als ein Drittel habe keine Berufsausbildung. (DA/jh)