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Zahl der Einsätze mehr als verdoppelt

Symbolbild. © SZ-Archiv

Die Feuerwehr übernimmt immer mehr Aufgaben. Das Löschen von Bränden ist dabei der geringste Teil.

Döbeln. Die Silvesternacht konnten die 59 Kameraden der Döbelner Feuerwehr bei ihren Familien verbringen, denn ihre Funkmeldeempfänger blieben still. Der ruhige Jahresausklang täuscht aber über die Anstrengungen in den vergangenen Monaten hinweg.

 Denn mit 327 Einsätzen sind die Kameraden 2018 mehr als doppelt so oft ausgerückt wie 2017. Damals gab es 150 Alarmierungen. Das vergangene Jahr war außerdem das bisher einsatzreichste in der Geschichte der Döbelner Wehr.

Die Zahl der Einsätze habe sich so drastisch erhöht, „seit wir zu der neuen Rettungsleitstelle in Chemnitz gehören“, sagt Wehrleiter Thomas Harnisch. Allerdings machen Brände den geringsten Teil aus. Immer öfter geht es um sogenannte technische Hilfeleistungen.

 „Tragehilfen und Türnotöffnungen gehören zum Tagesgeschäft“, meint Harnisch. Für die Türnotöffnung werde die Wehr aber nur gerufen, wenn Gefahr im Verzug sei. Früher gab es in Döbeln drei Schlüsseldienste. Heute ist es noch einer, begründet Harnisch, weshalb die Kameraden zu solchen Einsätzen gerufen werden. 

Die Beseitigung von Ölspuren übernimmt inzwischen weitgehend eine Firma. Trotzdem müssen die Kameraden im Fall der Fälle raus. „Wir fahren die Spur ab und sichern die Kurven. Die Beseitigung selbst übernimmt die Firma“, erklärt der Wehrleiter.

Nicht selten sind es Brandmeldeanlagen, durch die die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute von ihrer eigentlichen Arbeit weggeholt werden. Häufig geht die Fahrt ins Gewerbegebiet Am Fuchsloch. „Wir unterstützen aber auch im Gewerbegebiet Ostrau und sind für das Krankenhaus, die Schulen und Seniorenheime zuständig“, so Harnisch. Sehr oft handelt es sich allerdings um Fehlalarme.

Genau hat Harnisch die Einsätze von 2018 noch nicht aufgeschlüsselt. Aber er weiß, dass es den längsten und intensivsten am zweiten Juniwochenende gab. Damals hatte Starkregen die Dresdner-, Wappenhensch- und Sankt-Georgen-Straße sowie Keller in Döbeln Nord überschwemmt. „Wir waren fast zwei Tage im Dauereinsatz“, erinnert sich Harnisch. (DA/rt)

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