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Sachsen

Zahl der Firmenpleiten deutlich gesunken

In Sachsen meldeten deutlich weniger Unternehmen Insolvenz an als im Bundesdurchschnitt. Das lag auch an der guten Wirtschaftslage.

© Martin Gerten/dpa

Frankfurt/Hamburg/Dresden. In Sachsen ist die Zahl der Firmenpleiten deutlicher zurückgegangen als im Bundestrend. Nach 838 Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2018 waren es im vergangenen Jahr noch 690, wie aus Zahlen der Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel vom Donnerstag hervorgeht. Das entspreche einem Rückgang um 17,7 Prozent. Nur in Thüringen (minus 34 Prozent) und Bremen (minus 23,8 Prozent) sanken die Zahlen der Firmeninsolvenzen prozentual noch stärker. Bundesweit lag das Minus bei 2,8 Prozent. Hintergrund sind die gute Wirtschaftslage in Deutschland und günstige Finanzierungsbedingungen im vergangenen Jahr.

Mit Blick auf die Zahl der Firmeninsolvenzen je 10.000 Unternehmen liegt Sachsen unter dem Bundesschnitt. Während deutschlandweit im Vorjahr 58 von 10.000 Firmen Insolvenz anmeldeten, waren es im Freistaat nur 47. Die meisten Firmenpleiten gab es Crifbürgel zufolge im vergangenen Jahr in Berlin mit 90 je 10.000 Unternehmen, die wenigsten in Thüringen mit 36 je 10.000 Firmen.

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Im Jahr 2019 traten nach Crifbürgel-Angaben in Deutschland 19.005 Unternehmen den Gang zum Insolvenzrichter an. Das waren 547 Firmenpleiten weniger als im Jahr zuvor. Damit sank die Zahl im zehnten Jahr in Folge. Ähnliche Zahlen hatte im Dezember Creditreform veröffentlicht. Amtliche Zahlen für 2019 gibt es im März vom Statistischen Bundesamt. (dpa)