merken
Sachsen

Zahl der Scheidungen steigt

2019 sind in Sachsen mehr Ehen gescheitert. Überraschend: Zwischen den Geschlechtern gibt es kaum Unterschiede.

Nicht jedes Glück hält ewig.
Nicht jedes Glück hält ewig. © Sebastian Gollnow/dpa

Kamenz. Nicht alles, was mal auf „ewig“ angelegt war, hält auch so lange. Eheversprechen gehören dazu: Insgesamt 6.283 Ehen wurden von den 25 sächsischen Familiengerichten im Jahr 2019 geschieden. Das sind 140 Ehen, also 2,3 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Die Zahl der Scheidungen mit minderjährigen Kindern stieg im Vergleich zu 2018 von 3.203 auf 3.266 Verfahren um 2,0 Prozent an. Bei 3.006 Scheidungen (47,8 Prozent) waren ein oder zwei Kinder betroffen, bei 53 Scheidungen (0,8 Prozent) hingegen vier oder mehr Kinder. Insgesamt gab es 5.085 Scheidungskinder.

1.806 Paare (28,7 Prozent) ließen sich in den ersten sieben Jahren nach der Eheschließung scheiden. Nach 25 Jahren wurden noch 1.130 Ehepaare (18,0 Prozent) und nach 50 Jahren 13 Ehepaare (0,2 Prozent) geschieden. Das ergibt rein rechnerisch eine durchschnittliche Dauer der 2019 geschiedenen Ehen von 15 Jahren.

njumii – Das Bildungszentrum des Handwerks
Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.
Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.

njumii ist der Ausgangsort für individuelle Karrieren. Im Handwerk. Im Betrieb. Im Mittelstand. In der Selbstständigkeit.

Das Durchschnittsalter der geschiedenen Frauen betrug 44,9 Jahre, das der Männer 45,9 Jahre. Damit hat sich dieser Wert bei Frauen wieder erhöht, während er bei den Männern entgegen dem Trend der letzten Jahre sank. Insgesamt wurden 3.144 – also genau die Hälfte – der Scheidungsanträge von den Ehefrauen eingereicht. Ehemänner stellten 2.398 Scheidungsanträge (38,2 Prozent). 741 Scheidungen (11,8 Prozent) wurden von beiden Ehepartnern beantragt. Durchschnittlich dauerte das Scheidungsverfahren 9 Monate. (SZ)

Mehr zum Thema Sachsen