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Zahlen-Experte leitet Sachsens Arbeitsamt

Auf Jutta Cordt folgt Klaus Schuberth. Er muss sich auf ungewohnte Größenordnungen einstellen: Bisher hat er viel in Bayern gearbeitet.

© Bundesagentur

Von Georg Moeritz

Dresden. Tricksen gilt nicht: Die 6.700 Mitarbeiter in Sachsens Arbeitsagenturen bekommen einen Zahlenfuchs zum Chef. Mitte August verlässt die Juristin Jutta Cordt Sachsen in Richtung Berlin. An ihrer Stelle leitet dann ein Volkswirt mit Doktortitel die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit. Direkt in der Chemnitzer Direktion sind 110 Angestellte beschäftigt, außerdem gibt es eine Außenstelle in Dresden für Kontakte zur Landesregierung.

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Der Amtswechsel ist keine Verjüngung: Auf die 50-jährige Cordt folgt der 55-jährige Klaus Schuberth. Am Freitag wurde er als einziger Kandidat vom Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit in seiner Geburtsstadt Nürnberg erkoren. Dort leitete Schuberth zuletzt den Zentralbereich Finanzen. Dass Zahlen seine Leidenschaft sind, bewies der Franke mehrmals: Seinen Doktortitel holte er in Bayreuth mit einer Arbeit über Geldpolitik, noch heute hält er als Lehrbeauftragter dort gelegentlich Uni-Vorträge. Vor vier Jahren lieh das Verteidigungsministerium ihn sich aus, um das Controlling neu auszurichten – also die planmäßige Steuerung nach Zahlen.

Sogar einen Controller-Preis hat Schuberth schon bekommen, mit seiner damaligen Abteilung in der Arbeitsagentur. Damals lobte der Internationale Controller Verein sein „Leuchtturmprojekt“, mit dem die Jahresplanung durch vierteljährliche Fortschreibung angepasst werden kann.

Doch der neue Behördenchef hat auch schon in der Führung von Arbeitsagenturen gearbeitet. In Berlin-Nord war er Direktor, in Bayern und Baden-Württemberg Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektionen. Nun wird er befördert.