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Zahlreiche Unfälle auf glatten Straßen

Insgesamt 47 Mal hat es am Mittwoch im Landkreis gekracht. Meist waren es jedoch nur Blechschäden.

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© Feuerwehr Bad Schandau

Sächsische Schweiz. Heftiger Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt haben am Mittwochabend und in der Nacht zu Donnerstag für Behinderungen auf den Straßen in der Sächsischen Schweiz gesorgt. Auf der B 172 zwischen Bad Schandau und Pirna und der B 6 zwischen Fischbach und Rossendorf ging es teilweise nur im Schneckentempo voran. Die Straße über den Karrenberg bei Neustadt war beispielsweise so zugeschneit, dass die Schwarzdecke nicht mehr zu sehen war.

Der Wagen war von der verschneiten Straße abgekommen.
Der Wagen war von der verschneiten Straße abgekommen. © Feuerwehr Bad Schandau
Kameraden der Schandauer Feuerwehr waren im Einsatz.
Kameraden der Schandauer Feuerwehr waren im Einsatz. © Feuerwehr Bad Schandau
Bei dem Unfall ging ein Telefonmast zu Bruch.
Bei dem Unfall ging ein Telefonmast zu Bruch. © Feuerwehr Bad Schandau

Der Wintereinbruch wurde mehreren Autofahrern zum Verhängnis. Bei Bad Schandau überschlug sich am Mittwochabend, 20 Uhr, ein Auto. Der Fahrer war auf schneeglatter Straße zwischen Bad Schandau und Ostrau ins Schleudern gekommen und mit seinem Auto in den Straßengraben gekippt. Dabei brachte das Fahrzeug einen Telefonmast zum Einsturz. Der Fahrer wurde bei dem Überschlag leicht verletzt. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr von Bad Schandau sperrten die Einsatzstelle ab. Auch auf der B 6 von Fischbach in Richtung Rossendorf ging es für zwei Autofahrer nicht mehr weiter. Sie kamen gegen 18 Uhr in einer Kurve kurz vor dem Abzweig nach Wilschdorf von der Straße ab. Beide Wagen landeten – nur wenige Meter voneinander entfernt – im Straßengraben und mussten herausgezogen werden.

Besonders glatt war es laut Polizei zwischen Dresden und der tschechischen Grenze. Im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Dresden, zu der Dresden, der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen gehören, ereigneten sich am Mittwoch insgesamt 147 Unfälle. Der Großteil bestand aus Blechschäden. Im Revierbereich Sebnitz verzeichnete man sieben Unfälle, in Pirna elf und im Raum Dippoldiswalde 29 Unfälle. Welche davon auf die winterlichen Straßenbedingungen zurückzuführen sind, konnte die Polizei nicht sagen. Fest steht, dass es deutlich mehr Unfälle gab als sonst. Denn durchschnittlich kommt es zu rund 80 Unfällen pro Tag, wie Jana Ulbricht von der Pressestelle der Polizeidirektion Dresden mitteilt. „Wir haben es hier also mit einer deutlich erhöhten Zahl von Unfällen zu tun“, sagt sie. Autofahrer sollten bei Schnee und Glätte ihre Fahrweise anpassen. Das heißt, man sollte langsam und vorausschauend fahren.(SZ/kat, mf, kk)