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Sport

Verunglückter Zanardi wechselt die Klinik

Der Italiener kommt zur Rehabilitation in eine neurologische Facheinrichtung. Er kämpft sich seit seinem Unfall 2001 auf dem Lausitzring immer wieder zurück.

Alessandro Zanardi kämpft sich immer wieder zurück.
Alessandro Zanardi kämpft sich immer wieder zurück. © dpa/Mark J. Terrill

Siena. Beinahe fünf Wochen nach seinem Handbike-Unfall ist Alessandro Zanardi aus dem Krankenhaus in eine spezielle Rehabilitations-Einrichtung für Gehirnverletzte verlegt worden. Er wurde am Dienstag in ein Neuro-Rehabilitationszentrum gebracht, teilte das Hospital in Siena mit. Zuvor hatten die Ärzte bei dem Italiener, der seit seinem Unfall am 19. Juni im künstlichen Koma lag und aufgrund seiner Kopf- und Gesichtsblessuren dreimal operiert wurde, die Betäubung langsam heruntergefahren.

Der ehemalige Formel-1-Fahrer hatte bei einem Rennen in der Toskana die Kontrolle über sein Handbike verloren und war mit einem Laster kollidiert. Da der Wettbewerb aufgrund der Corona-Krise wohl nicht offiziell angemeldet war, fuhren Autos auf der Straße. Derzeit untersucht die Staatsanwaltschaft Siena das Handbike des 53-Jährigen und den Unfallhergang.

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Sein Leben, sagt Alessandro Zanardi, ist ein Rennauto. Durch den Horror-Crash auf dem Lausitzring habe sich lediglich die Farbe des Wagens geändert.

Zanardi hatte 2001 bei einem Unfall auf dem Lausitzring beide Beine verloren. Sein Überleben bezeichneten die Ärzte damals als Wunder. Er kämpfte sich wieder zurück in den Leistungssport. Zanardi bestritt auch Rennen in der DTM und gewann viermal Gold bei den Paralympics. (dpa/sid)

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