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Zauberpeter ist zurück auf Schloss Kuckuckstein

DDR-Starmagier Peter Kersten trat nach Jahren erstmals wieder in Liebstadt auf. Dort gibt er am Wochenende noch eine Zugabe.

© Daniel Förster

Von Daniel Förster

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Nach jahrelanger Pause versprühte Peter Kersten am Sonnabend wieder „Zauber auf Schloss Kuckuckstein“. Die neuen Schlossherren Susanne und Jens Höhnel und ihr Verein „Schwarzes Kleeblatt“ hatten den 75-jährigen DDR-Starmagier für zwei öffentliche Vorstellungen gewinnen können. Bereits die erste Show war für den rüstigen Künstler ein voller Erfolg. Nicht nur weil sie ausverkauft war. Zweieinhalb Stunden lang präsentierte der „Zauberpeter“, wie Kersten genannt wird, einen Mix aus Zauberei und Unterhaltung. „Es war super“, sagte Kersten leicht erschöpft nach dem Programm. „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht.“ Vor allem Fans von ihm hatten sich extra nach Liebstadt aufgemacht – Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Da die zweite Vorstellung am 10. November bereits ausverkauft ist, hat sich Peter Kersten spontan und kurzfristig zu einer Zusatzveranstaltung hinreißen lassen. Die gibt es nun am Sonntag, dem 11. November. Beginn ist um 15 Uhr. Peter Kersten schickt voraus: „Es wird mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich auf Kuckuckstein gespielt habe. Nächstes Jahr komme ich wieder.“

1989 hatte er seine letzte Sendung „Zauber auf Schloss Kuckuckstein“ hier abgedreht. In den altehrwürdigen Mauern in Liebstadt hatten Peter Kersten und sein Butler Eduard von 1985 bis 1991 die DDR-Fernsehsendung „Zauber auf Schloss Kuckuckstein“ produziert. In 22 Folgen war Kersten Autor, Moderator, Gastgeber und Zauberkünstler. Die Sendungen lebten zu einem großen Teil von der attraktiven Kulisse, die das Schloss bot und von dem Zusammenspiel mit dem „Schloss-Butler“ Eduard, der von dem Schauspieler Edgar Külow gespielt wurde. Die Folgen 18 bis 22 wurden allerdings auf der Albrechtsburg in Meißen produziert. Die Sendereihe war für ihn: „Die schönste Zeit mit in meinem Leben, weil es vom ganzen Drumherum alles perfekt gestimmt hat“, erzählt Peter Kersten. Auch danach war er noch ab und an auf Kuckuckstein, aber eher selten. Einmal war er privat für eine Hochzeit engagiert worden.

Jetzt will der Unterhaltungskünstler, der in den letzten Jahren auf Sumba in Indonesien lebte, seine künstlerischen Pläne wieder in Deutschland verwirklichen. „Ich will mein zweites Buch fertig schreiben, an dem ich arbeite“, kündigt der 75-Jährige an. Es wird „Mit Kochgeschirr und Zauberstab“ heißen. Darin will er eine kulinarische Weltreise präsentieren – mit original verfilmten Rezepten aus der ganzen Welt und Geschichten dazu. Von überall, wo ihn seine Reisereportagen hingeführt haben, habe er auch Rezepte gesammelt und verfilmt, zum Beispiel in China, Brasilien und am Pazifik. Nachdem Kersten jahrelang in den Tropen gelebt hat, hat er nun festgestellt: „Deutschland hat auch viele schöne Plätze, wo ich noch nie war. Es reizt mich sie zu besuchen und kennenzulernen.“ Auch will der Magier die eine oder andere Vorstellung spielen. „Es macht mich happy, wenn das Publikum sagt, den wollen wir noch mal sehen.“

Karten für die Vorstellung „Zauber auf Schloss Kuckuckstein“ mit Peter Kersten am 11. November, 15 Uhr, sind unter 035025 50185 oder per E-Mail an [email protected] erhältlich. Die Karten kosten 15 Euro. Es wird zudem eine Spende in Höhe von zehn Euro pro Besucher erbeten. Dieses Geld soll in die Sanierung von Schloss Kuckuckstein fließen.