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Tragisches Ende der Zebra-Jagd in Dresden

Entlaufene Wildtiere sorgen am Montag für Aufregung. Eines der Tiere war dem Stress nicht gewachsen. 

Valentin Lippmann hat aus dem Sächsischen Landtag heraus ein Foto von den entlaufenden Zebras gemacht. © Valentin Lippmann

Am Altstädter Elbufer in Dresden sorgten am Montag Zebras für Aufsehen: Mehrere Tiere waren aus dem Dresdner Weihnachtszirkus ausgerissen. Am Mittag kommt heraus: Eines der Zebras ist bei der Flucht kollabiert und in Tolkewitz gestorben - nachdem es bereits eingefangen war. Offenbar war für das Tier der Stress zu groß.

Passanten hatten die Polizei am Vormittag informiert, dass vier Zebras im Bereich des Sächsischen Landtages am Bernhard-von-Lindenau-Platz frei umherliefen. 

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Daraufhin machten sich insgesamt sieben Funkstreifenwagen sowie ein Team der Reiterstaffel auf den Weg und suchten nach den Tieren. Hilfe bekamen sie von Pflegern des tschechischen Zirkus Berousek. Der Zirkus aus dem Nachbarland gastiert erstmals für den Dresdner Weihnachtszirkus. 

Zusammen versuchten sie die Tiere von befahrenen Straßen fernzuhalten, denn dort hätten die Flüchtenden das größte Unheil stiften können.

Das gelang auch - nach und nach. Das letzte Zebra auf "freiem Huf" wurde gegen Mittag im Ostragehege festgesetzt.

Diese Tiere konnten am Vormittag wieder eingefangen werden. © Ronald Bonß

Für die Polizei gestaltete sich der Einsatz als besonders schwierig, denn jedes Zebra rannte in eine andere Richtung. Einziges Problem: Eines der Tiere hat dabei getreten und einen 31-jährigen Polizisten am Bein getroffen. Der Mann wurde verletzt und musste ins Krankenhaus. 

Am Boden: Hier wird den Zirkus-Pflegern bewusst, dass es eines der Tiere nicht geschafft hat.  © Marion Doering

Während das gestorbene Tier abtransportiert werden musste, rollten die anderen entlaufenen Zebras mit einem Transporter wieder auf das Weihnachtszirkus-Gelände an der Pieschener Allee zurück.

Bei ihrem wilden Lauf durch Dresden wurden die Zebras nicht nur von zahlreichen Passanten bestaunt, sondern auch von Politikern im Sächsischen Landtag. Valentin Lippmann von den Grünen twitterte ein Foto der vorbeigaloppierenden Tiere. (mja)

Wieder im Stall: Diese Tiere sind wieder da.  © Daniel Krüger

Zirkusdirektor Mario Müller-Milano erklärt, wie es zu der Flucht kommen konnte. Zu diesem Zeitpunkt wusste er offenbar noch nichts vom Tod des Zebras.