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Zecken in Sachsen auf dem Vormarsch

Sie lauern im Gras oder in Büschen: Zecken können sich bei Trockenheit und hohen Temperaturen rasch vermehren - und gefährliche Krankheiten übertragen. Die Zahl der Infektionen steigt.

Pirna. Zecken sind in Sachsen auf dem Vormarsch. Angesichts der sommerlichen Temperaturen und der anhaltenden Trockenheit sind die Spinnentiere vielerorts aktiv. „Es herrschen derzeit nahezu ideale Bedingungen“, sagte ein Sprecher des Staatsbetriebs Sachsenforst. Die Parasiten hätten in diesem Jahr wegen des ungewöhnlich milden Winters und des warmen Frühjahrs beste Startbedingungen gehabt. Deshalb könnte die Zeckenpopulation in diesem Jahr ansteigen.

„Betroffen sind eigentlich alle Gebiete in Sachsen“, hieß es. Der Sachsenforst rät dazu, nach einem Spaziergang oder Picknick im Grünen immer den Körper nach Zecken abzusuchen. Sie gelten als Überträger von gefährlichen Krankheiten wie Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

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Nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts wurden in Sachsen bis Mitte Mai 240 Borreliose-Infektionen durch Zeckenbisse gemeldet, 2013 waren es im gleichen Zeitraum 104. Experten warnen allerdings auch vor verführten Prognosen. „Die Zeckenpopulation ist immer starken Schwankungen unterworfen“, sagte eine Sprecherin des Robert Koch-Instituts. Das könne sich im Lauf des Jahres rasch ändern.

Fälle von FSME gab es in Sachsen in diesem Jahr bisher nicht. Als erster Landkreis in Sachsen ist im April das Vogtland zum FSME-Risikogebiet erklärt worden. Schutz bietet nur eine Impfung. (dpa)