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Zehn neue Lehrer für die Musikschule

Der Kreistag soll nächste Woche über einen kräftigen Ausbau des Angebots entscheiden.

© Jens Büttner/dpa

Meißen. Das kann sich sehen lassen. Um den Unterricht des Eigenbetriebes Musikschule in der bewährten Qualität auch in Zukunft im Landkreis Meißen zu erhalten, soll der Stellenplan des Unternehmens beginnend ab dem Schuljahr 2018/2019 um zehn Vollzeitstellen für Pädagogen erweitert werden. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Vorlage für die Kreistagssitzung am Donnerstag nächster Woche im Riesaer Kulturhaus Stern hervor. Die zusätzlichen Personalkosten in Höhe von rund 100 000 Euro für das Wirtschaftsjahr 2018 würden durch Entnahme aus den Ergebnisrücklagen des Eigenbetriebes gedeckt, heißt es in dem Schreiben. 2019 sollen dann die Zuschüsse von Kreis und Kommunen und die Anteile der Schüler steigen. Außerdem möchte der Kreis versuchen, den Freistaat zu beteiligen.

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Als eine der wesentlichen Ursachen für den jetzt geplanten massiven Einstellungsschub benennt das Landratsamt die Abkehr vom bisherigen Honorar-System. Im ländlichen Raum mit weiten Wegen zu den Unterrichtsorten und schlechterer Bus-Anbindung in den Nachmittags- und Abendstunden seien Honorarlehrer kaum noch einsetzbar. Diese bekommen keine Fahrtkosten erstattet. Die Musikschule könne bereits in einigen Gemeinden nicht mehr das gesamte nachgefragte Unterrichtsportfolio und das Projekt „Jedem Kind ein Instrument“ anbieten.

Zunehmend führten zudem Betriebsprüfungen dazu, dass Tätigkeiten von Honorarlehrern als „abhängig Beschäftigte“ eingestuft und mitunter Rentenversicherungsbeiträge und Lohnsteuern rückwirkend von den Arbeitgebern eingefordert würden.

Mit rund 4 500 Schülerinnen und Schülern ist die Musikschule die größte Bildungseinrichtung im Landkreis Meißen und steht im Freistaat hinter Dresden und Leipzig auf Platz drei. Das Herzstück der Musikschule ist der Bereich des Instrumental- und Gesangsunterrichts. Diesen Unterricht können alle Kinder und Jugendlichen, aber auch Erwachsene erhalten. Ausgebildet wird an Blasinstrumenten, Streichinstrumenten, Tasteninstrumenten sowie an Bund- und Balginstrumenten. Außerdem gibt es Gesangsunterricht. (SZ/pa)