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Zeit und Geld für Christuskirche

Die Sanierung der einstigen Fabrik in Heidenau erfordert Geduld. Was bei der Orgel schon geschafft ist, soll auch beim Rest gelingen.

© Norbert Millauer

Von Heike Sabel

Heidenau. Es geht voran an und vor allem in der Heidenauer Christuskirche, aber nicht so schnell wie gehofft. Deshalb musste sich auch der Singekreis für sein Jubiläumskonzert am Sonnabend einen anderen Konzertsaal suchen (Seite 22). Jetzt wird mit dem Ende aller Arbeiten und der Wiedereröffnung der Kirche Mitte nächsten Jahres gerechnet.

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Hauptgrund für die Verzögerungen waren höhere Kosten, unter anderem für die Stühle und die Außenanlagen. Der Ausgleich ist inzwischen gesichert, nachdem Stadt, Land und die Kirche selbst ihre Anteile aufgestockt haben. Die Kirche muss nun 746 000 Euro der insgesamt rund 1,8 Millionen Euro aufbringen. Viele Spenden sind bereits eingegangen, heißt es. Rund 29 000 Euro werden jedoch noch benötigt. Doch das ist noch nicht alles.

Auch für den Raum der Stille im Glockenturm der Christuskirche wird noch finanzielle Hilfe der Heidenauer notwendig sein. Die Planungen dafür sind zwar noch nicht abgeschlossen, deshalb sind die Kosten bisher nicht bekannt. Klar ist aber bereits, dass die derzeit dafür eingegangenen 2 000 Euro Spenden nicht reichen werden.

Die Kirchgemeinde ist dennoch optimistisch. Immerhin ist das Geld für die Sanierung der Orgel schon vorhanden. Die über 90 Jahre alte Orgel der Dresdner Firma Jehmlich soll im Winter gereinigt und saniert werden. Die Gesamtkosten betragen rund 39 000 Euro. Dank 12 000 Euro vom Landeskirchenamt und der Rücklage sowie Spenden ist die Finanzierung bereits gesichert. Damit hat die Kirchgemeinde eine Sorge weniger.

Während die Bauverantwortlichen sich um den praktischen Teil kümmern, arbeiten der Ortsausschuss und die Projektgruppe weiter an dem neuen Nutzungskonzept für die Kirche auf der Rathausstraße und ihr Außengelände. Dabei geht es um vielfältige Gottesdienste, Andachten, kulturelle Angebote sowie Begegnungsmöglichkeiten für Christen und bisher Außenstehende.

Vor dem Start der Sanierung war mit der Reihe „Kultur in der Kirche“ bereits damit begonnen worden. Acht verschiedene Veranstaltungen von Kabarett bis Klassik fanden statt, ihr Erlös floss in die Sanierungskosten. Daran soll nach der Wiedereinweihung angeknüpft werden.

Die Christuskirche ist seit 90 Jahren Kirche, 1927 wurde sie geweiht. Vorher war sie eine Fabrik. Das Sanierungsende im Jubiläumsjahr wäre schön gewesen, doch was sein muss, muss sein, sagen die Kirchgemeindemitglieder. Schließlich ist die Sanierung eine Sache für viele Jahre, für die Zukunft. Und mit der Sanierung soll sich die Kirche eben nicht nur baulich, sondern auch inhaltlich verändern.