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Schlaglöcher sollen verschwinden

Die Parkstraße soll in diesem Jahr ausgebaut werden. Auf der Wunschliste der Gemeinde stehen aber noch mehr als zwei Dutzend weitere Bauprojekte.

© Sebastian Schultz

Von Antje Steglich

Zeithain. Platz eins auf Zeithains Prioritätenliste für den Straßenbau ist unstrittig: „Die Parkstraße ist die schlimmste Straße in Zeithain“, sagte Bauamtsleiter Holger Koßwig. Neben vielen Schlaglöchern auf der Fahrbahn sei auch der Fußweg mit Stolperfallen übersät und fehle es an einem funktionierenden Schnittgerinne. Dort helfe nur noch ein grundhafter Ausbau, so der Bauamtsleiter. Er rechnet mit Kosten von 103 000 Euro – das Budget für den Straßenbau für 2018 wäre damit schon beinahe ausgeschöpft.

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Insgesamt stehen der Kommune in diesem Jahr knapp 126 000 Euro zur Verfügung, etwa 114 000 Euro davon stammen aus dem Fördertopf des Landes für den kommunalen Straßenbau, der Rest sind Eigenmittel der Gemeinde. Die Summe ist aber gerade einmal ein Zehntel von dem, was die Kommune bräuchte, um ihre gesamte Prioritätenliste mit einem Schlag abzuarbeiten. 29 kleinere und größere Straßenbauprojekte stehen aktuell darauf. Alle zusammen würden etwa 1,2 Millionen Euro kosten, schätzt Bürgermeister Ralf Hänsel (parteilos). Weil das nicht zu stemmen ist, will die Kommune zumindest eine Straße pro Jahr „richtig machen“. Dass das 2018 die Parkstraße sein wird, dafür hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung fraktionsübergreifend Zustimmung signalisiert. Gesprächsbedarf gibt es allerdings noch bei den weiteren Projekten.

An das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) wurden deshalb zunächst elf förderfähige Wunschprojekte gemeldet: Neben der Parkstraße sind das der Ausbau der Lindenallee in Bobersen, die Erneuerung der Wasserturmstraße in Neudorf und des Wendehammers zum Netto-Markt in Zeithain, die Erneuerung der alten Zufahrt nach Gohlis zwischen S 88 und Kirchstraße, der Ausbau der Zufahrt zur Gedenkstätte Ehrenhain und der Straße Am Berg in Bobersen sowie die Erneuerung von Mannesmannstraße in Zeithain und Streumener Straße in Neudorf. Zudem müssten laut Holger Koßwig nach der Fußwegsanierung noch eine Kurve der Nikopoler Straße erneuert werden und zwei Abschnitte der Lichtenseer Straße in Zeithain. Über die Priorisierung der Maßnahmen will sich der Gemeinderat in den nächsten Wochen einigen – wohl wissend, dass 2018 nur ein geringer Teil umgesetzt werden kann. Die Liste aufzustellen, ist trotzdem wichtig, sagte Bürgermeister Hänsel. „Sie ist ein Beleg dafür, dass wir die Dinge nicht vergessen. Und sie ist auch wichtig für unsere Haushaltsdiskussion.“

Im Haushalt der Gemeinde sind für dieses Jahr 40 000 Euro für die Straßen eingeplant. Damit könnten durchaus auch einige Projekte umgesetzt werden, für die es keine Fördermittel gibt, stellte Ralf Hänsel in Aussicht. Ginge es nach der Verwaltung, ständen dabei die Instandsetzung der Einfahrt Am See in Zeithain für gut 7 000 Euro an – „das ist hier echte Gefahrenabwehr“, so Holger Koßwig – sowie die Erneuerung der Bankette an der Verbindungsstraße zwischen Moritz und Glaubitz. Letztere dient derzeit aufgrund der Bauarbeiten an der B 169 als illegale Umleitungsstrecke. Die Reparaturen werden wohl 8 000 Euro kosten.