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Zeitplan für Hortumbau wird knapp

Eigentlich sollte der Bauantrag längst eingereicht werden. Denn wegen der Fördermittel muss das Vorhaben bis 2020 fertig sein.

Ausräumen im blauen Haus (li.). Es soll wie die ehemalige Scheune (Mitte) abgerissen werden, damit das eigentliche Hortgebäude (re.) umgebaut und durch Anbauten erweitert werden kann.
Ausräumen im blauen Haus (li.). Es soll wie die ehemalige Scheune (Mitte) abgerissen werden, damit das eigentliche Hortgebäude (re.) umgebaut und durch Anbauten erweitert werden kann. © Norbert Millauer

Reichenberg. Zum Jahresende konnte die Awo Kinder- und Jugendhilfe gGmbH den Fördermittelbescheid für die geplante neue Kita in Boxdorf in Empfang nehmen. Und auch die Baugenehmigung liegt inzwischen vor. Das wichtige Vorhaben, so Moritzburgs Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos), liege damit im Plan.

Etwas anders sieht es da mit dem Umbau und der Erweiterung des Reichenberger Hortes aus. Beide Vorhaben sind eng miteinander verknüpft. Denn neben den Krippen- und Kindergartenkindern der jetzigen Boxdorfer Einrichtung sollen dort künftig auch die Kita-Kinder aus Reichenberg betreut werden.

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 So hatte es der Moritzburger Gemeinderat 2014 mit knapper Mehrheit beschlossen. Die Awo ist Träger beider Einrichtungen. Der Reichenberger Standort ist künftig dann nur noch für die Mädchen und Jungen des Hortes gedacht, die in der benachbarten Grundschule lernen. Dafür soll das gesamte Gelände neu geordnet werden.

Und dank des Entgegenkommens der Agrargenossenschaft Radeburg kann nun sogar noch ein bisschen großzügiger als bisher geplant werden. Denn die Genossenschaft hat der Gemeinde Moritzburg im vergangenen Jahr ihr angrenzendes einstiges Werkstattgelände verkauft. Der Notarvertrag wurde im November unterschrieben.

Mehr Platz ist so nicht nur für die Hortkinder. Auch die problematische Verkehrssituation vor dem Hort und der gegenüberliegenden Grundschule ließe sich nun entschärfen. Das wäre möglich, wenn die Autos beispielsweise künftig über die Volkersdorfer Straße geleitet werden und es hinter dem Hort eine Wendemöglichkeit gibt. 

Dann müsste niemand mehr direkt vor der Grundschule halten. Die aktuellen Varianten der Entwurfsplanung berücksichtigen das nun. Noch ist aber keine ausgewählt. Dabei hätte der Bauantrag von der Gemeinde eigentlich schon zum Jahresende eingereicht werden sollen.

Und so gab es dann auch in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses des Moritzburger Gemeinderats besorgte Stimmen, ob der ursprüngliche Zeitplan für den Umbau und die Erweiterung noch eingehalten werden könne. Schließlich war der ohnehin schon sehr knapp bemessen. 

Denn bis Ende nächsten Jahres müssen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dieser Termin steht unabänderlich fest, weil die Gemeinde für das Bauvorhaben Gelder aus dem Programm Brücken in die Zukunft verwenden will, die bis Ende 2020 verbaut sein müssen.

Aktuell steht das Ziel, die Bauantragsunterlagen bis Anfang März komplett zu haben. Gelingt das und folgen Genehmigung, Ausschreibung und Vergabe ohne Verzögerung, könnte der Bau Ende November dieses Jahres starten. 

Vorausgesetzt, der Winter ist dann nicht im Weg. Das wie alle anderen Termine bisher noch vorläufige Bauende Anfang November 2020 berücksichtigt jedenfalls keine wetterbedingten Unterbrechungen.

Das alte Scheunengebäude, es wurde von der Gemeinde als Lager für den Katastrophenschutz genutzt, ist inzwischen geräumt. Zelte, Betten, Sandsäcke und Ölbindemittel wurden anderenorts eingelagert. 

Die dort ebenfalls untergebrachten historischen Feuerwehrgerätschaften sind auf die Wehren aufgeteilt worden. Gerade wird im sogenannten blauen Haus geräumt. Beide Gebäude sollen noch vor dem Baustart abgerissen werden. 

Voraussichtlich in den Osterferien. So entsteht mehr Platz für Freiflächen und Neubauten. Denn das bestehende Hortgebäude soll saniert und durch den Anbau von Foyer, Speisesaal und Küchentrakt erweitert werden.