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Radebeul

Zeitreise 3.000 Jahre zurück

Mehr als 100 Mädchen und Jungen aus Radebeul haben während der Kinderbibeltage die Geschichte Ruths kennengelernt.

Im Luthersaal wurde ein Schattenspiel aufgeführt.
Im Luthersaal wurde ein Schattenspiel aufgeführt. © Birgit Andert

Radebeul. Was kann eine Frau, die vor über 3.000 Jahren gelebt hat, den Kindern von heute noch sagen? Eine ganze Menge, so die Erfahrung von über 100 Schülern der ersten bis sechsten Klasse. Sie haben sich während der Kinderbibeltage jeden Morgen im Luthersaal der Friedenskirche getroffen, um die Geschichte Ruths zu hören und zu sehen. Organisiert von den zwei evangelischen Kirchgemeinden von Radebeul-West und -Ost, dem Evangelischen Schulzentrum, dem evangelischen Kinderhaus und dem Christlichen Kinderhaus Guter Hirte ist es ein Ziel der Kinderbibeltage, an einer biblischen Figur Anknüpfungspunkte zu finden, die für die Kinder von heute wichtig sind. Und so lautete das Motto: „Ruth – auf der Suche nach Heimat“.

Das Buch Ruth im Alten Testament erzählt vom Schicksal einer Familie, die vor dem Hunger aus Bethlehem geflohen ist. Nach vielen Jahren will Noomi zurückgehen in ihre alte Heimat. Ihre Schwiegertochter Ruth begleitet sie nach Bethlehem. Nun ist für Ruth alles fremd. Doch ihre Freundschaft zu Noomi hilft bei diesem Neuanfang.

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Wie wichtig sind Freunde? Auf wen kann ich mich verlassen? Was bin ich bereit, für meine Freunde zu tun? Wie viel Vertrauen brauche ich, um einen Schritt ins Ungewisse zu wagen? Dies sind Fragen, die auch heute noch aktuell sind. In sieben Gruppen haben die Kinder sich ihnen auf kreative Weise genähert. So beschäftigten sie sich am ersten Tag mit Armut in unserer heutigen Zeit und den Überfluss an Lebensmitteln. Sie befragten dazu Vertreter der Radebeuler Tafel und Lebensmittelgeschäfte.

Am zweiten Tag hämmerten die Schüler ein Nagellabyrinth und verfolgten mit einer Murmel den langen Weg der beiden Frauen nach Bethlehem. Sie spielten Vertrauensspiele, um zu erspüren, wie es ist, wenn man nichts weiter hat als einen Menschen, an dem man sich festhalten kann. Sie haben Brot gebacken und Reisetaschen genäht, Namen erforscht und Freundschaftsbänder geknüpft, Rätsel gelöst und ihren Stammbaum auf Papier gebracht.

Denn Ruth, die fremd in Bethlehem war, wird später die Großmutter des großen Königs David, in dessen Familie viele Jahre später Jesus geboren wird. Am Donnerstag endeten die Kinderbibeltage deshalb mit einem fröhlichen Fest: der Hochzeit von Ruth und Boas. Mit einem Festmahl, mit Musik, Quiz und Schattenspiel, Akrobatik, einem Psalm in Bildern und einem Segen hielten die Kinder abschließend Rückblick auf eine erlebnisreiche Woche. (big)

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