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Zerstörungswut in der Silvesternacht

Unbekannte zerstörten Fenster und warfen Betonteile vom Dach des Schlosses Oberau. Sie brachten sich in Lebensgefahr.

© Steffen Sang

Von Jürgen Müller

Niederau. Ulrich Paul, der Vorsitzende des Fördervereins „Wasserschloss Oberau“ ist entsetzt und empört: „Das ist eine riesengroße Schweinerei, die nicht zu verstehen ist. So etwas machen nur kranke Menschen“, sagte er am Neujahrstag. Sein Ärgers ist nachvollziehbar.

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Betonteile wurden herausgebrochen und auf den Boden geworfen. © Steffen Sang

Unbekannte Täter hatten in der Silvesternacht im Wasserschloss Oberau gewütet. Sie schlugen ein Fenster ein und gelangten dadurch in das Gebäude. Dort zerstörten sie von innen mehrere Fenster aus Acrylglas. Die hatte der Förderverein erst vor einiger Zeit eingebaut, um das Gebäude zu sichern. „Die hatten wir extra aus der Lausitz besorgt und in mühevoller Kleinarbeit zugeschnitten und eingebaut“, sagt Niederaus Bürgermeister Steffen Sang, der auch Vereinsmitglied ist. Den materiellen Schaden schätzt er auf rund 1000 Euro. „Der ideelle Schaden ist nicht zu beziffern. Hier steckt viel ehrenamtliche Arbeit drin“, so Steffen Sang.

Entdeckt wurden die Schäden am Neujahrstag. Da sollte um 10.30 Uhr eine Führung durch das Schloss stattfinden. Die bisher unbekannten Täter sind offenbar auch auf das Dach geklettert, haben dort Betonelemente herausgerissen und auf den Boden geworfen. „Die Leute haben sich mit dem Herumklettern auf dem Dach in Lebensgefahr gebracht“, sagt Ulrich Paul. Gegen Vandalismus ist das Schloss nicht versichert, für die Schäden muss die Gemeinde als Eigentümer aufkommen. Der Bürgermeister hat die Polizei alarmiert und Strafanzeige gegen unbekannt gestellt.

Wer die Täter sind, ist noch unklar. Fest steht nur, dass das gesamte Areal rund ums Schloss zu Silvester belegt war, Feiern stattfanden. „Ich gehe nicht davon aus, dass die Täter aus der Gemeinde kommen“, so der Bürgermeister.