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Zeuge schildert Explosion

Unmittelbar nach dem Sprengstoffanschlag auf das Auto eines Kommunalpolitikers hat ein Wohnungsnachbar Fotos vom Tatort an die Facebook-Seite der rechten „Bürgerwehr Freital“ geschickt.

© momentphoto.de/bonss

Dresden. Unmittelbar nach dem Sprengstoffanschlag auf das Auto eines Kommunalpolitikers hat ein Wohnungsnachbar Fotos vom Tatort an die Facebook-Seite der rechten „Bürgerwehr Freital“ geschickt. Er habe lediglich zeigen wollen, was passiert sei, gab der 18-jährige Lehrling am Dienstag als Zeuge vor dem Oberlandesgericht Dresden an. Die Explosion der Sprengkörper sei so heftig gewesen, dass die Fensterscheiben in dem Wohnblock gewackelt hätten. Das Fahrzeug des Stadtratsmitglieds Michael Richter (Linkspartei) war bei dem Anschlag im Oktober 2015 zerstört worden. „Er setzt sich für Flüchtlinge ein, und da ist man in Freital nicht ganz so beliebt“, kommentierte der Zeuge die Tat.

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An dem Anschlag waren nach Angaben eines Mittäters insgesamt drei Personen beteiligt. Ideengeber sei der Angeklagte Patrick F. gewesen, sagte der Beschuldigte nach Angaben eines Polizeibeamten. Richter habe einen „Denkzettel“ dafür bekommen sollen, dass er die Anti-Asyl-Demonstranten in Freital als „Chantals und Ronnys“ beleidigt habe. Der Mitbeschuldigte, der sich im Gruppenchat mit einem Foto von Adolf Hitler zeigte, soll bei der Polizei Patrick F. als „Kopf“ der Gruppe bezeichnet haben. (SZ/lot)