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Zittau

Zittau verzichtet auf schiefes Haus

Die Stadt hat keine Verwendung für das Umgebinde-Denkmal und weitere Gründe, ihr Vorkaufsrecht nicht zu nutzen.

Das "Schiefe Haus" in Hirschfelde.
Das "Schiefe Haus" in Hirschfelde. ©  Matthias Weber (Archiv)

Die Stadt Zittau verzichtet auf das Vorkaufsrecht für die Friedensgasse 1  in Hirschfelde und wird das sogenannte "Schiefe Häusel" nicht erwerben. Das hat der Stadtrat mit einer Gegenstimme von Andreas Wiesner (AfD), der in Drausendorf bei Hirschfelde lebt, beschlossen.

Zur Begründung hieß es, dass Zittau das Vorkaufsrecht nur ziehen könnte, wenn die Stadt eine Verwendung für das Gebäude hätte. Sie hat aber keine. Zumal die unattraktive Lage und der marode Zustand des Hauses eine Verwendung zusätzlich erschweren. Für die Sanierung müsste die Stadt viel Geld in die Hand nehmen. Eine Weiterveräußerung oder der Abriss sind laut Verwaltung nicht gestattet. 

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Die Stadt hätte das Vorkaufsrecht jetzt ausüben können, weil das Haus aus der Insolvenzmasse der Besitzerfirma an den Eigentümer der Firma, nun als Privatmann, verkauft werden soll. Er und seine Firma stehen aber schon seit Jahren in der Kritik, weil die angekündigte Sanierung ausbleibt. Da das Thema den Hirschfeldern unter den Nägeln brennt, ließ Oberbürgermeister Thomas Zenker (Zkm) eigenen Angaben zufolge nicht die Verwaltung, sondern den Stadtrat entscheiden.

Die Stadt war bereits Eigentümer des Hauses und wollte es abreißen lassen. Das untersagte der Denkmalschutz. 2009 wurde es an die Firma verkauft, die 2013 insolvent wurde. 

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