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Zittau

Feuerwehr hilft: 250 Bäume fürs Neißetal

Die jungen Kameraden in Ostritz setzen nach dem Borkenkäfer-Angriff im Neißetal auf die Schwarznuss. Davon könnten sie später etwas haben.

Die Kinder und Jugendlichen der Feuerwehr Ostritz haben ein Umweltprojekt im Neißetal verwirklichen können. Ein Schild weist auf die Aktion hin.
Die Kinder und Jugendlichen der Feuerwehr Ostritz haben ein Umweltprojekt im Neißetal verwirklichen können. Ein Schild weist auf die Aktion hin. © Feuerwehr

Die Jugendfeuerwehr Ostritz hilft mit 250 gepflanzten Bäumen, etwas gegen die durch den Borkenkäfer verursachten Schäden im Neißetal zu tun. Voriges Jahr musste deshalb massiv Holz entsorgt werden, wodurch große Freiflächen entstanden. "Bei Fahrradtouren oder Wanderungen war das kein sehr schöner Anblick", schreibt Jugendwart André Rimpler.

Um einen Ausgleich zu schaffen, kam die Idee neue Bäume zu pflanzen. Um das Vorhaben zu finanzieren, nahm die Jugendwehr am Wettbewerb der Volksbank teil. Die lobte 2.500 Euro für Vereine und Organisationen aus - je mehr für das Projekt abstimmten, desto höher lag die Summe. Am Ende erreichten die Kameraden den vierten Platz. Das bedeutete: 150 Euro Gewinn. Durch ATN Hölzel sowie die Boscor Gruppe kamen weitere Spenden, sodass nun ausreichend Geld für die Setzlinge vorhanden war. Ursprünglich sollte jeder der 20 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und fünf Betreuer einen Baum pflanzen. Da laut Andre Rimpler die finanzielle Situation nun so gut aussah, konnte die Summe auf 250 von der Sorte "Schwarznuss“ (Juglans nigra) erhöht werden.

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Nach Absprachen mit dem Revierförster kamen die Setzlinge im April an. Doch durch die geltende Corona-Schutz-Verordnung konnten die Kinder und Jugendlichen ihr Vorhaben nicht umsetzen. Nichtsdestotrotz mussten die jungen Baumsetzlinge in den Waldboden. Das übernahmen andere. Nach einer kurzen Einweisung war die Arbeit nach knapp vier Stunden erledigt. Seither können die Bäume in Ruhe wachsen. Die Kameraden wollen das Umweltprojekt weiter beobachten. "Vielleicht können unsere Jugendlichen in zehn Jahren schon die eine oder andere Schwarznuss naschen", so André Rimpler. Zum Verzehr seien die Früchte auf alle Fälle geeignet und ähneln im Geschmack der Walnuss. Noch sind die Bäume klein, aber im Herbst sollen sie schon deutlich zu sehen sein. (SZ)

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